Die Gesamtchronik

Daten zur Geschichte des Gymnasiums Schloß Neuhaus

1. Vorgeschichte

1963   Erste Pläne zur Errichtung eines Gymnasiums in Schloß Neuhaus
1965   Antrag des Schloß Neuhäuser Gemeinderats zur Errichtung eines staatlichen Gymnasiums im Schlossgebäude; Kultusministerium und Provinzialschulkollegium bejahen zwar das Bedürfnis für eine höhere Schule, haben aber Bedenken gegen eine staatliche Trägerschaft und den vorgesehenen Standort.
1968   Der Schloß Neuhäuser Gemeinderat zieht einen Schulneubau in Erwägung, vorgesehen ist ein ca. 12 000 qm großes Grundstück hinter dem Schloss; dieser Standort wird später verworfen.
1969   Auf einen erneuten Antrag auf ein Gymnasium in Schloß Neuhaus reagiert das Kultusministerium positiv.

2. Schule im Aufbau: 1972 - 1981

1972   Am 25.5. ergeht ein einstimmiger Ratsbeschluss zur "Errichtung eines neusprachlichen mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasiums für Jungen und Mädchen zum 1.8.1972", dessen Träger die Gemeinde Schloß Neuhaus sein soll. Zum Gründungsdirektor wird Adolf Gödde, der zuvor am Reismann-Gymnasium in Paderborn tätig war, bestimmt.
    Am 7.8. wird der Unterrichtsbetrieb in einigen Räumen des Schlosses aufgenommen: 98 Schülerinnen und Schüler werden in 3 Klassen von 4 hauptamtlichen und einigen nebenamtlichen Lehrkäften unterrichtet; später werden auch noch Räume des jetzigen Bonhoefferschule benötigt.
1974   Das Gymnasium erhält seinen heutigen Namen und zieht in die im 1. Bauabschnitt erstellten Räume des heutigen Gebäudes.
1975   Aufgrund der Gebietsreform verliert die Gemeinde Schloß Neuhaus ihre Selbständigkeit; Schulträger ist jetzt die Stadt Paderborn.
1976   Fertigstellung des 2. Bauabschnitts
1979   Einweihung der Andreas-Winter-Turnhalle, die die Raumprobleme beim Sportunterricht allerdings nur z.T. lösen kann.
1980   Beginn des 3. Bauabschnitts: Fortsetzung der Bebauung bis zu den heutigen Ausmaßen; Bezug der Räume im ehemaligen „Block 20“ und Nutzung für die Oberstufe (der Trakt wird später durch eine Brücke mit dem Hauptgebäude verbunden und heute überwiegend von der Realschule genutzt). Die Turnhalle am Merschweg wird geplant.
1981   Zum ersten Mal wird am GSN das Abitur abgelegt; die Aufbauphase der Schule ist damit beendet. Beginn der Schulpartnerschaft mit dem „Lycée d’Etat Fustel de Coulanges“ in Massy, die seitdem kontinuierlich gepflegt wird. Weitere Austauschprogramme bestanden bzw. bestehen mit Schulen in Bolton, Pamplona und Ludwigsfelde.

3. Das GSN als voll ausgebautes Gymnasium

1985   Erstmals fährt die gesamte Jahrgangsstufe 10 ins Landschulheim nach Norderney; das Programm wird seitdem jährlich fortgesetzt.
1986   Baubeginn der Sporthalle am Merschweg mit ihren Außenanlagen
1987   Einrichtung eines Bootshauses für den Kanusport im ehemaligen NAAFI-Gebäude; Einweihung der Turnhalle am Merschweg
1990   Erste Gespräche zwischen Schule und den Verantwortlichen für die Landesgartenschau; das Thema „begleitet“ fortan Eltern, Schüler und Lehrer bis 1994.
1991   OStR Bernhard Gödde, der seit Sommer 1980 dem Kollegium angehört, wird als Nachfolger von StD´ Irmgard Harbecke, die in den Ruhestand tritt, stellvertretender Schulleiter.
1992   Das GSN feiert sein 20jähriges Bestehen. Im Keller des Nebengebäudes wird ein Blockheizkraftwerk errichtet, das die im Schlosspark liegenden Gebäude mit Wärme versorgen soll.
    Die Bestände der Schülerbücherei werden aufgelöst und der dem Gymnasium benachbarten Stadtteilbibliothek übergeben; beide Einrichtungen pflegen eine enge Kooperation
1994   Die Landesgartenschau wird im Schlossgelände eröffnet.
    Der Gründungsdirektor des GSN, OStD Adolf Gödde, tritt wegen Erreichens der Altersgrenze in den Ruhestand.
    Neuer Schulleiter wird OStD Bernhard Gödde.
1996   OStR' Birgit Dulige, die seit 1974 dem Kollegium angehört, wird zur stellvertretenden Schulleiterin ernannt.
    Das GSN weist als erstes Paderborner Gymnasium Spanisch als reguläres Unterrichtsfach aus.
    Die Schulgremien beschließen die Errichtung einer Cafeteria, die ausschließlich durch Spenden finanziert werden soll.
1997   Das GSN feiert seinen 25. „Geburtstag“. Die Schule umfasst zur Zeit ca. 1100 Schülerinnen und Schüler, die von 68 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Ihre Arbeit wird von zwei Sekretärinnen und dem Hausmeister unterstützt.
1998   Der Block 20, das Nebengebäude des GSN, wird dem Gymnasium zurückgegeben, nachdem er für 2 Jahre von der Realschule benutzt wurde. Die Unterstufe der Realschule Schloß Neuhaus wandert in die ehemaligen Räume der Bonhoeffer Schule.
1999   Das GSN wird als erste Schule an das Paderborner Bildungsnetz angeschlossen. Damit ist in der Schule jederzeit Internetzugang online ohne weitere Gebühren möglich.
2000   Mit Beginn des neuen Schuljahres gehört das GSN zu den etwa 20 Schulen im Land NRW, an denen neue Wege zur Verkürzung der Schulzeit am Gymnasium erprobt werden durch besondere Förderung der guten Schülerinnen und Schüler. Eine halbe Lehrerstelle steht für dieses Vorhaben zur Verfügung.