Erfolgreiche Teilnehmer des BwInf beim HPI 04.03.2018

Martin Graf 3 Tage am HPI in Potsdam

 

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) ist eine vom SAP Gründer Professor Hasso Plattner privat finanzierte Fakultät an der Universität Potsdam. Das HPI liegt am Griebnitzsee auf dem Weg von Potsdam nach Berlin und besteht aus mehreren modernen Gebäuden und liegt auf einem sehr ansprechenden grünen Campus.

Im Zuge des Bundeswettbewerbs Informatik war es mir und einigen anderen Schülern möglich, für ein Wochenende nach Potsdam zu fahren und ein dreitägiges Camp mitzumachen, in dem uns zum einen das HPI vorgestellt wurde und wir zum anderen Einblicke in einige hochspannende informatische Probleme erhielten.

Zu Beginn des Camps, nach Ankunft aller TeilnehmerInnen in der Jugendherberge Babelsberg und dem Bezug der Zimmer, wurde uns kurz von zwei Studierenden das HPI und deren Laufbahn vorgestellt. Dann durften wir an einer Rallye über das gesamte Gelände des HPIs teilnehmen, für die uns die Visualisierung eines Graphen (eine Datenstruktur mit Knoten und Kanten) übergeben wurde, die das HPI repräsentiert. Für jeden Knoten gab es eine Quizfrage, die wir richtig beantworten mussten. Die Antwortmöglichkeiten jedes Knotens wurden durch die verschiedenen Kanten dargestellt. Ziel war es, in dieser Datenstruktur einen Hamiltonpfad zu finden, also einen Weg auf dem alle eingezeichneten Knoten ("Sehenswürdigkeiten") liegen, ohne einen davon zwei Mal zu durchlaufen.

Nach dieser doch sehr unerwarteten Einleitung bekamen wir einen Einblick in eine Vorlesung zum Thema Algorithmen. Da das HPI privat finanziert ist, ist auch die Einrichtung dementsprechend hochwertig. Die Vorlesung und einen nachfolgenden Workshop zur Programmierung in Eclipse und Java durften wir also auf gepolsterten Stühlen genießen. Zwischen zwei Teilen des Workshops war das Abendbrot eingeschoben. Während wir alle jedoch nach dem Abendbrot unschuldig zurück in Richtung der Workshopräume unterwegs sind, hatten die Mitglieder des Schülerklubs am HPI, die das Camp organisiert haben, eine bessere Idee. Nachdem wir uns alle auf einem großen Platz hinter dem Hauptgebäude versammeln mussten, wurden wir aufgefordert, einen dänischen Volkstanz zu tanzen. So schrecklich sich das im ersten Moment anhört, so lustig ist es im zweiten und ehe man es sich versieht ist man mit seinem Nachbarn wild am rumhampeln. Aber diese und andere kleine Spiele haben die Leiter zwischendurch natürlich nicht (nur) mit uns gespielt, um sich über das Bild, welches sich dadurch ergibt, zu amüsieren. Tatsächlich tun einem solche Ablenkungen und Pausen während der Arbeit wirklich gut und sorgen für reichlich neue Ideen.

Am zweiten Tag gab es dann eine große Challange, in der wir in Kleingruppen zusammen algorithmische Probleme gelöst haben. Damit das ganze noch mehr Spaß macht, wurden diese Probleme in ein Towerdefensespiel verpackt. Für die Lösung eines Problems gab es Ingame-Geld, mit dem man sich neue Türme kaufen konnte. Und damit nicht genug: Alle Kleingruppen mussten zusammenspielen, um zu gewinnen. Denn sobald eine Gruppe ihren Sektor nicht mehr verteidigen konnte, haben alle verloren. Über unseren Spielfortschritt sage ich dann lieber nichts ;-). Nichtsdestotrotz hat diese Challange unglaublich Spaß gemacht und wurde vom Get-Together und Hotdog-Abend im D-Space vom HPI sehr passend abgeschlossen. Während diesem Abend gab es sogar eine Art Talkshow von Studenten am HPI, die die Einsendungen vom BWInf korrigieren oder korrigiert haben.

Am letzten Tag haben wir uns gegenseitig einige Algorithmen vorgestellt, die wir in den Kleingruppen bearbeitet haben, die Studenten vom Schülerklub haben uns einige interessante mathematische und informatische Rätsel gezeigt, bei denen wir großteils sogar teilnehmen mussten und es wurde ein Gruppenfoto gemacht.

Fotos: HPI/Schülerklub
Text: Martin Graf, Q2
Gestaltung: Eva Nicolin-Sroka