2005 Volles Haus bei "Liebe - Drama - Wahnsinn" Drei Einakter von Kotzebue, Goethe und Labiche 23.09.2005

Volles Haus bei "Liebe - Drama - Wahnsinn"
Drei Einakter von Kotzebue, Goethe und Labiche

"Wir lieben lange so, bis wir zuletzt erfahren, / Daß wir, statt treu zu sein, von Herzen närrisch waren." (Goethe)
"Der Liebe leichtes Band machst du zum schweren Joch, / Du quälst mich als Tyrann, und ich? ich lieb dich noch!" (Goethe)

 

Der belesene Diener Georg entlarvt die Dummheit des bramarbasierenden Major von Brudduz.

Egle weist ihrer Freundin Amine den Weg, wie sie mit dem verbitterten Eridon umgehen muss.


Lieben und Entsagen, Sehnen und Hoffen, Träumen und Leiden, Wehklagen, Jammern, Zetern, Toben ... - aber alles mit einem Happy End. Soweit die Kurzformel für einen Theaterabend der besonderen Art. Das ewig alte und ewig aktuelle Spiel um und mit der Liebe wurde am Freitagabend, dem 23. September 2005, in drei Einaktern professionell in Szene gesetzt. August Kotzebues Die schlaue Witwe, Johann Wolfgang von Goethes Die Laune des Verliebten und Eugène Labiches Mildernde Umstände. Regisseur Johannes Dachner und sein Ensemble boten allerlei Kurzweil, aber auch Tiefsinniges zum Thema Liebe. 

Die junge Witwe Frau de Bree zeigt deutlich an, wem sie die Hand zum Bund der Ehe reichen wird.

Drei glückliche Hauptdarsteller, die den Applaus des Publikums dankbar entgegennehmen.


Das begeisterte Publikum sah liebe alte Bekannte wie unsere brillanten Ex-Abiturienten Claudia Marks (im Goethe-Stück  als Lehrmeisterin in Sachen Liebe) und Marco Amatulli, Publikumsliebling und Zuschauermagnet, Dominik Bikowski und David Janus (Jgst. 13), sah aber auch neue Gesichter wie die Abiturientin 2005 Johanna Hunstig, Marion Hantke als liebenswerte Amine, die kecke Zofe Coralie alias Annika Wibben (beide Jgst. 10) sowie David Merschjohann (Jgst. 11), der gleich in drei Stücken sein Debüt feierte. Dazu ein großes Ensemble mit vielen, vielen Helfern, allen voran mit Studienreferendar Georg S. Bee, der mit großem Engagement und Aufwand eindrucksvolle Bühnenbilder für alle drei Stücke gestaltete.

Das Kammermusik-Ensemble in Aktion


Ein vierköpfiges Kammermusik-Ensemble versetzte das Publikum mit Sätzen von Mozart, Haydn und Beethoven um etwa zwei Jahrhunderte zurück und in die rechte Stimmung. Herr Nagel, Musiklehrer am GSN, und sein Sohn Alexander (beide Violine), Tanja Grimminger (Jgst. 12, Klarinette) und Magdalena Wolf (Violoncello), quasi eine Leihgabe des Reismann Gymnasiums, sorgten als Quartett für klassische Klänge, die in der GSN-Aula leider nur zu selten zu hören sind und dem Abend eine besondere Note verliehen.

Nach den vielen musikalischen Darbietungen der letzten Zeit bekamen alle Zuschauer einen vergnüglichen Abend mit darstellendem Spiel und so manche Lektion in Sachen Liebe gratis dazu. Zum Beispiel: "Ihr Eifersüchtigen, die ihr ein Mädchen plagt, / Denkt Euren Streichen nach, dann habt das Herz und klagt." (Goethe)

Wer das ganze Programm von Liebe und Eifersucht (noch einmal) miterleben möchte, dem bietet sich noch zweimal die Gelegenheit: Dienstag, den 27.09.2005, und Donnerstag, den 29.09.2005, jeweils um 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums. Karten in ausreichender Zahl gibt es an der Abendkasse, die ab 19.00 Uhr geöffnet ist.

Text: Rainer Sroka
Fotos und Gestaltung: Eva Nicolin-Sroka