2010 Les Miserables

Eine Gemeinschaftsarbeit der Musik-AGs

Capella Casa Nova

Die Capella Casa Nova

Chor

Der Chor und der Vokalkreis

Big Band

Die Big Band

     

Statt des inzwischen traditionellen Sommerkonzerts der Musik-AGs wurde dieses Jahr (nach dem großen Erfolg im Juli 2003) wieder das Musical "Les Misérables" aufgeführt. An zwei Abenden (11.06. und 15.06.) saß ein gespanntes Publikum, rundum versorgt mit Getränken von der SV, in der fast voll besetzten Aula, um die musikalischen Darbietungen zu genießen.

Valjean

Alexander Gramlich
als Jean Valjean

Nach dem Roman von Victor Hugo und den Melodien von Claude-Michel Schönberg inszenierten die Chöre, der Vokalkreis, der Kurs 10Mu-G1, die Capella Casa Nova und die Big Band das Musical um Jean Valjean, Inspektor Javert, Fantine, Cosette und Marius. Alexander Gramlich von der Theater-AG führte durch den Abend, indem er rückblickend in der Rolle des Jean Valjean dessen Lebensgeschichte erzählte. Untermalt wurde sein Vortrag durch eine Auswahl von Bildern aus dem gleichnamigen Film.

Nach einer kleinen Ansprache von Herrn Gödde am Premierenabend, in der er positiv die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Musik-AGs lobte, begann der musikalische Teil mit der Overtüre, in der die Big Band schon im Voraus die verschiedenen Melodien einführte, die am Abend erklingen würde. Nach dem Einsatz des Chores war das Publikum endgültig in die Atmosphäre der Geschichte gefangen. Schließlich erschien auch der Erzähler, der, ausgestattet mit Weinglas und großem Buch, von den Ereignissen des Jahres 1815 berichtete, in denen er sich, aus dem Straflager von Toulon entlassen, einem moralischen Lebenswandel verschrieben hat und sich ein neues Leben aufbauen will. Sein Gegenspieler ist der konservative Inspektor Javert, der nicht an grundlegende Charakteränderung glaubt und Jean Valjean immer wieder in seiner neuen Existenz bedroht, während dieser zum Bürgermeister und Fabrikbesitzer von Montreuil aufgestiegen ist.

Valjean

Die Musik des Chors macht dagegen auf das Leben und Leid der Fabrikarbeiterinnen, die für Jean Valjean arbeiten und vor allem auf das von Fantine, die für ihre uneheliche Tochter Cosette Abgaben an eine Pflegefamilie zahlen muss, aufmerksam. Cosette wohnt bei einem Wirtshausbesitzer, der sie zu allerlei niederen Arbeiten benutzt. Cosette hingegen hat sich in ihrer Vorstellung ihre eigene Welt aufgebaut, die musikalisch vom Ensemble für alte Musik "Capella Casa Nova" beschrieben wird - ihrem einzigen Auftritt an diesem Abend.

Es folgten die wuchtigen Klänge des "Herrn im Haus", gesungen von den Männern des Vokalkreises und dem 10er-Musikkurs. Mit dem "Lied des Volkes", dem Gesang der Revolutionäre, wurde das Publikum in die Pause verabschiedet.

Im Anschluss wurde es etwas sanfter. Die Liebesgeschichte zwischen Cosette und dem aufständischen Studenten Marius wird in ruhigen Melodien ausgebreitet, während die Revolution tobt und die Trauer um gefallene Kameraden groß ist. Schließlich kommt es zu einem fulminanten Höhepunkt: Jean Valjean und Inspektor Javert stehen sich ein letztes Mal gegenüber. Im Finale erklingen schließlich noch einmal die wichtigsten Motive des Musicals.

Während alle auf der Bühne noch einmal ihren Applaus entgegennehmen, geht der größte Dank an Herrn Fockenbrock, der wohl die größte Mühe damit hatte, alle Chöre auf einen "Nenner" zu bringen. Aber auch Herrn Ohm, der die eigenen Arrangements mit der Big Band einstudierte, gebührt größter Respekt. Nicht zuletzt ist es aber auch das Engagement der vielen mitwirkenden Schüler, ohne die das Projekt gar nicht möglich gewesen wäre.

 
  Bildergalerie | Programm  
 
Text: Florian Käune, Jonas Oberkirch
Fotos: Eva Nicolin-Sroka
Gestaltung: Florian Käune, Jonas Oberkirch


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