Ysselsteyn 2017 - Tag 3

Besuch der "Alten Synagoge" in Essen

Am Sonntag trafen wir uns nach dem Frühstück am Lagerfeuerplatz, trugen unsere Erfahrungen und Erkenntnisse zusammen und versuchten, persönliche Schlussfolgerungen zu ziehen oder einzuschätzen, inwiefern uns dieser Ausflug etwas gebracht hat. Wir bekamen den Auftrag, einen Brief an uns selber zu schreiben, in dem wir unsere Gefühle und Gedanken über den Besuch in Ysselsteyn festhielten und den wir in einem Jahr wiederbekommen werden. Anschließend ging es noch ein letztes Mal auf den Friedhof, wo wir eine Gedenkminute für die Gefallenen abhielten.

Auf unserer Rückfahrt nach Hause machten wir noch einen Zwischenstopp in Essen, um dort die Alte Synagoge zu besichtigen. Hier erhielten wir während einer Führung Informationen über die jüdische Gemeinde, ihre Bräuche und Feste und die lange Geschichte der Synagoge, die im zweiten Weltkrieg fast zerstört wurde und heute als Haus jüdischer Kultur geführt wird. Dieser Besuch war wichtig für die ganze Exkursion, weil wir in den Arbeiten zum Judenhass, etc. immer nur gelernt hatten, was die Nazis den Juden angetan haben und wie sehr das Judentum darunter litt. Es war also wichtig, auch einmal das Judentum als solches zu betrachten und seine Traditionen kennenzulernen, da es schließlich eine der ältesten Religionen ist und nicht nur im zweiten Weltkrieg eine große Rolle spielte. Wir lernten es als vielfältige Gemeinschaft kennen, die bis heute in allen möglichen Branchen vertreten ist und durch viele berühmte Mitglieder (z. B. Steven Spielberg, Mark Zuckerberg) die Weltkultur und deren Fortschritt prägt.

Auf der Fahrt zurück zur Merschweghalle waren wir alle ziemlich müde, aber jeder konnte aus diesem Wochenende etwas Wichtiges für sich mitnehmen und wir denken, dass diese Zeit uns allen viel mehr beibringen konnte als der normale Unterricht und dass sie unsere Sichtweise auf das Thema verändert und vor allem erweitert hat. Egal, ob wir nächstes Jahr noch einmal mitfahren oder nicht, diese Erfahrung wird uns allen lange in Erinnerung bleiben.

Von Caroline von der Ahe und Linda Reckmann (EF)