Exkursion zu den Kriegsgräbern nach Ysselsteyn 19.06.2010

Exkursion zu den Kriegsgräbern nach Ysselsteyn

Fahrt zu der Kriegsgräberstätte in Ysselsteyn vom 18.06. bis zum 20.06

Wie in den Jahre zuvor wurde auch dieses Jahr eine Fahrt zu den Kriegsgräbern in Ysselsteyn für die Jahrgangsstufen 10, 11, 12 und die ehemaligen 13 angeboten.
Insgesamt fuhren 38 Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Lehrer Frau Conredel und Herr Möller als Begleitung nach Ysselsteyn. 
Nach einer etwa dreistündigen Busfahrt kamen wir um etwa 12:00 Uhr in der Jugendbegegnungsstätte an.

Nach einer kurzen Führung über den Friedhof konnten die Häuser mit je drei 4er Zimmern bezogen werden. 
Im Gegensatz zu den vorherigen Fahrten wurden danach nicht die Gräber geputzt sondern es konnte das Spiel Deutschland : Serbien auf einer Leinwand im Gemeinschaftraum verfolgt werden.

Dann wurden in 2er Gruppen die Kreuze auf dem Friedhof kontrolliert. Es war schon ein ungewöhnliches Gefühl, durch diese endlos scheinenden Gräberreihen zu schreiten und dabei auf jedem Kreuz den Namen eines gefallenen Soldaten zu sehen, die teilweise kaum älter waren, als man selbst.
Am nächsten Tag kam die Zeitzeugin Louise Schneider zu uns. Zwar wurde sie erst 1942 geboren und konnte sich kaum noch an die Krieg erinnern, doch sie schilderte lebhaft die Diskriminierung der Deutschen nach dem Krieg in den Niederlanden, den aufgrund ihres deutschen Vaters hatte sie die deutsche Staatsbürgerschaft, obwohl sie nie in Deutschland war.
Am Nachmittag beschäftigten sich alle, die zum ersten Mal in Ysselsteyn waren, in kleinen Gruppen mit Einzelschicksalen von 6 deutschen Soldaten. Diese Arbeit machte einem die Ausmaße des Krieges erst deutlich. Anschließen folgte ein Gang zu den jeweiligen Gräbern, an denen die Gruppen mit Hilfe eines Plakates die dort liegende Person vorstellte. 
Nun gab es ausreichend Freizeit, die von den meisten für Fußball oder Volleyball genutzt wurde.
Am nächsten Tag bekam jeder die Gelegenheit, einen Brief an sich selber über das Erlebte zu schreiben. Dieser Brief wurde eingesammelt und kann im nächsten Jahr bei Frau Conredel abgeholt werden.

Dann hieß es auch schon packen und direkt nach dem Mittagessen und einem abschließenden Gruppenfoto, ging es mit dem Bus in Richtung Heimat.

 Allerdings wurde in Dortmund eine Rast eingelegt, bei der wir durch die dortige Mahn- und Gedenkstätte "Steinwache" geführt wurden. In der Steinwache wurden zu Zeiten des NS-Regimes Gefangene gefoltert, bis sie die geforderten Informationen preisgaben, einige starben dabei. In den ehemaligen Zellen befindet sich heute eine Ausstellung über den Widerstand gegen das NS-Regims.
Nach der Führung ging es wieder zum Bus und dann direkt nach Paderborn. Um etwa 18.15 Uhr trafen wir dort wohlbehalten und um einige Erfahrungen reicher ein.

Bildergalerie

Text und Gestaltung: Sebastian Brauner