Suchtpräventionstage der Jahrgangsstufe 8 07.07.2011

Seit mehr als 10 Jahren findet jährlich ein Projekt zur Suchtvorbeugung in der Jahrgangsstufe 8 statt.

Was wird gemacht?

Die Schüler der Jahrgangsstufe 8 werden klassenübergreifend in Gruppen von 14-18 Schülern aufteilt und verbringen zwei Schulvormittage in den Räumen des Roncalli-Hauses der katholischen Gemeinde. Es werden Gründe für Suchtverhalten diskutiert, Folgen, aber vor allem auch Alternativen aufgezeigt, wie man die eigene Persönlichkeit so stärkt, dass man weniger suchtgefährdet ist. So werden Rollenspiele durchgeführt und ganz besonders wird das "Nein"-Sagen geübt, um zu lernen, wie man dem Gruppendruck widerstehen kann.

Jede Gruppe wird von einem Team aus Oberstufenschülern geleitet. Die Teams bestehen jeweils aus einem erfahrenen Schüler, der das Projekt aus dem Vorjahr kennt, und einem Neuling der jüngeren Jahrgangsstufe. In jeder Gruppe wird das gleiche abwechslungsreiche Programm absolviert, das im Lauf der Jahre immer wieder überarbeitet und ergänzt wurde und wird. Es enthält Informationsphasen und spielerische Elemente. Bewährt hat sich zum Beispiel die Arbeit mit dem Suchtsack, der mit zahlreichen Gegenständen, wie z.B. Zigarettenschachtel, Medikamentenverpackung oder Handyreklame gefüllt ist, die mit dem Thema Sucht zu tun haben.

Es wird darauf geachtet, dass die ausgewählten Oberstufenschüler die notwendigen Kompetenzen mitbringen, da sie Verantwortung gegenüber jüngeren Schülern übernehmen. Sie haben Vorbildfunktion und sollten daher zum Beispiel nicht rauchen. Auch sollten sie sich die Leitung einer Gruppe zutrauen. Häufig bewerben sich dann auch solche Schüler, die schon Erfahrung in diesem Bereich (z.B. Ferienfahrt, Silentien, Sportgruppen) gesammelt haben.

Kurz vor der Durchführung des Projekts findet für die zukünftigen Gruppenleiter ein Schulungsnachmittag statt. Hier wird der organisatorische Rahmen und das Programm im Einzelnen besprochen. Jeder der beteiligten Teamer erhält eine "rote" Mappe, in der alle wichtigen Informationen zusammengefasst sind, so dass die fachliche Kompetenz, nach zusätzlicher häuslicher Vorbereitung, gewährleistet ist.

Alle Helfer nehmen in zwei aufeinander folgenden Jahren am Projekt teil. Im ersten Jahr sind sie Lehrling bei einem erfahrenen Teamer und im zweiten Jahr geben sie selbst ihre Erfahrungen an die "Neulinge" weiter.

Die Großen für die Kleinen

Auch in diesem Projekt wird nach dem am GSN an vielen Stellen favorisierten Prinzip "Die Großen für die Kleinen" verfahren. Daraus ergeben sich Vorteile für alle Seiten:
- Es sind nur wenige Lehrer eingebunden, so dass der Unterrichtsausfall minimal ist.
- Die Lebenssituation der Oberstufenschüler ist dichter an denen der Schüler der 8. Klasse, wodurch sich eine vertrauensvolle und offene Gesprächsatmosphäre entwickeln kann. Der Alterabstand ist jedoch groß genug, damit die älteren Schüler von den jüngeren in ihrer Leitungsfunktion akzeptiert werden.
- Für die Oberstufenschüler ist es eine motivierende Erfahrung eine solche Gruppe erfolgreich zu leiten. Gegebenenfalls lernen sie auch einmal mit Frustrationen fertig zu werden, wenn sich die Schüler ihrer Gruppe nicht so verhalten, wie sie dies erwarten. Die helfenden Schüler erweitern so ihre sozialen Kompetenzen und werden in ihrer Persönlichkeit gestärkt.
- Dieser Einsatz für die Schulgemeinschaft wird auf dem Zeugnis positiv vermerkt.

Für Schüler, die Helfer werden wollen

Du bist eine Schülerin / ein Schüler der Jahrgangsstufe 11 und möchtest mithelfen, dann solltest Du folgende Voraussetzungen mitbringen:
Du solltest Dir die Leitung einer Jugendgruppe im Team zutrauen. Hier sind bereits gemachte Erfahrungen im Bereich der Gruppenleitung von Vorteil aber nicht vorausgesetzt. Da Du als Teamer eine große Vorbildfunktion einnimmst, solltest Du natürlich Nichtraucher sein.

Die Suchtpräventionstage finden während der Unterrichtszeit aber in der Regel außerhalb der Klausurphasen statt. Das bedeutet, dass Du jeweils an 2 Vormittagen in der Jahrgangsstufe 11 und in der 12 Unterricht verpassen wirst und die Inhalte eigenständig nacharbeiten musst.

Vorteile, die Dir das Projekt bringen könnte:
- Die Leitung einer Gruppe fordert und fördert Deine Verantwortungskompetenz.
- Die Zusammenarbeit mit Lehrern und Schülern außerhalb des normalen schulischen Rahmens fördert das Selbstbewusstsein, eröffnet neue Sichtweisen und ermöglicht interessante Erfahrungen.
- Du leistest Präventionsarbeit in einem gesellschaftlich wichtigen Thema.
- Die Übernahme von Leitungsfunktionen wird auf dem Abiturzeugnis vermerkt.
- Als Kontaktpersonen stehen Dir Frau Schirmer und Herr Austermann bzw. die jeweilige Stufenleitung zur Verfügung.

Die nächsten Suchtpräventionstage finden voraussichtlich im Januar 2012 statt.

Schuljahr 2010/2011