Schloßbibliothek und GSN in enger Kooperation


Die Schülerinnen Marina Rüthing und Anja Schlichting (Jg. 10) aus der BISS-AG Latein waren spontan bereit, mit Herrn Gödde, Frau Schweins (Zentralbücherei), Herrn Dicke (Systemadministrator) und Frau Kreimeyer (Zweigstelle Schloß Neuhaus) fürs Westfälische Volksblatt und die Neue Westfälische zu 'posieren'.

Pressekonferenz in der Schloßbibliothek: Auf Einladung von Zweigstellenleiterin Frau Kreimeyer fanden sich am Dienstag, dem 19. November, Lokalredakteure der beiden führenden Zeitungen ein, um sich über die künftig verstärkte Zusammenarbeit von Stadtbücherei und Gymnasium informieren zu lassen. Zu diesem Zweck versammelten sich Vertreter von GSN (Herr Gödde, Herr Balthasar) und Stadtbücherei (Frau Kreimeyer, Frau Schweins, Herr Dicke). Anlass war die Integration eines Multimedia-Arbeitsplatzes in unser Konzept der Begabtenförderung (BISS), das damit eine neue Zielrichtung erfährt: Neben den BISS-Schwerpunkten des Überspringens und der AGs im Nachmittagsbereich soll es begabten und leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern künftig ermöglicht werden, sich vormittags von einzelnen Stunden des Klassenunterrichts freistellen zu lassen und in der Bibliothek eine individuellen Lernaufgabe zu bearbeiten.

Diese Freistellung ist eine anspruchsvolle Fördermaßnahme, denn sie setzt voraus, dass der betreffende Schüler den versäumten Unterricht selbstständig aufarbeitet und dadurch ebenfalls die Lernziele erreicht. Er sucht sich im Gespräch mit einer betreuenden Lehrkraft ein Thema aus, das in das Fach bzw. die laufende Unterrichtsreihe passt, aber eher am Rande des Lehrplans liegt. Dieses Thema kann er in der Bücherei mit den vorhandenen Fachzeitschriften (wie PM, Bild der Wissenschaft...) oder per Internet erarbeiten. Auf dem Rechner kann er seine Zwischenergebnisse speichern und später weiterverarbeiten, bis das ganze Endprodukt, vielleicht ein Powerpoint-Referat, ins GSN-Intranet eingestellt und von dort in den Klassenraum geladen werden kann. Auf diese Weise können alle Unterrichtsfächer um zahlreiche Expertenbeiträge bereichert werden.

Auch die Schloßbibliothek freut sich, in Zeiten der PISA-Untersuchung, die deutsche Jugendliche als Lesemuffel charakterisiert, engen Kontakt zu unseren Schülern halten zu können. Bei Neuanschaffungen werden auch schulische Belange beachtet, so ist z.B. in den letzten Monaten eine beachtliche Menge an englisch- und französischsprachigen Lektüren angeschafft worden. Zahlreiche Werke passen genau zum Lektürekanon des Gymnasiums oder ergänzen den Sprachunterricht. Ein eigenes Regal wird nach und nach mit spezieller Literatur für Arbeitsgemeinschaften oder zur Allgemeinbildung aufgefüllt.

Mit der Bereitstellung des beaufsichtigten und über die meiste Unterrichtszeit zugänglichen Arbeitsraums kann das GSN nunmehr an die Aufgabe gehen, einzelne Schüler in ihren Spezialinteressen zu fördern und besondere Leistungen auch innerhalb des Unterrichts hervorzurufen. Wenn erste erfolgreiche Projekte präsentiert werden und Nachahmer finden, kann sich eine Kultur besonderer Leistungen entwickeln, die auf das gesamte Lernklima abfärben kann. Daher hoffen Gymnasium wie Stadtteilbibliothek auf zahlreiche Nutzer.

Für Fragen oder nähere Erläuterungen des Konzepts kann man sich an Herrn Balthasar wenden.

Text und Foto: Stefan Balthasar