2012 Reisebericht

Reisebericht:

Indien, Neu Delhi: Schon als wir den ersten Schritt aus dem Flughafengebäude gesetzt hatten, schien es uns, als beträten wir eine neue Welt. Ein beißender, und doch nicht unangenehmer Geruch nach Blumen, Desinfektionsmittel und Gewürzen schlug uns entgegen und würde uns die nächsten zwei Wochen nicht mehr loslassen. Wir, zehn Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11 des GSN haben in der indischen Hauptstadt Neu Delhi eine Zeit erlebt, die wir unser Leben lang nicht vergessen werden.
Gemeinsam mit unseren Austauschschülern haben wir eine Welt kennengelernt, die so unterschiedlich zu Deutschland ist, aber ebenso viele Parallelen zeigt.
Jeder von uns durfte die zwei Wochen als Gast in einer indischen Familie verbringen und konnte so hautnah am dortigen Leben teilnehmen. Anders als bei einem Hotelaufenthalt lernt man so die Gesellschaft und die Kultur besser kennen und kann einen ganz eigenen Draht zu den Menschen knüpfen. Außerhalb der Zeit, die wir mit unserer Gastfamilie verbringen konnten, haben wir auch mit der Gruppe viele Sehenswürdigkeiten besichtigt und die Umgebung um Neu Delhi erkundet.
Unvergessliche Highlights waren natürlich die Besichtigung des Taj Mahal in Agra und der zweitägige Aufenthalt im Jim Corbett National Park am Fuße des Himalayas.
Da wir uns während unseres ganzen Aufenthalts mit dem Projekt „Wald“ auseinander gesetzt haben, durften auch Besuche in örtlichen Parks und das Pflanzen von in Indien beheimateten Bäumen nicht fehlen.
Abgesehen von der freien Zeit, die wir mit der Familie oder der Gruppe verbrachten, begleiteten wir unsere Austauschschüler außerdem in die Schule und erfuhren, wie wichtig Bildung in Indien ist und wie sich das Schulsystem dort von dem unsrigen unterscheidet. Besonders sind uns die Schuluniformen aufgefallen und dass, wenn ein Schüler etwas im Unterricht sagen möchte, dieser aufstehen muss. Ein außerdem interessanter Unterschied ist, dass die Schüler ihre Lehrer beim Vornamen und dem Anhängsel „Sir“ oder „Ma’am“ nennen, anstatt, wie bei uns, beim Nachnamen. Trotz all dieser Unterschiede lernen die Kinder ähnlich wie bei uns und verbringen die Zeit zwischen den Stunden gerne mit ihren Freunden.
Zwischen vielen Vorträgen, die wir hielten und besuchten und dem projektgeleiteten Unterricht, kamen wir in den Pausen und beim Tanzunterricht mit den Schülern in Kontakt und knüpften viele neue Freundschaften. Als es nach zwei Wochen wieder auf den Weg nach Deutschland gehen sollte, trauerten wir schon am Flughafen der wunderschönen Zeit in Indien nach.
Unglaublich offen, haben uns die indischen Menschen einen Einblick in ihr Leben und ihre Kultur geschenkt, den wir wohl unser ganzen Leben lang nicht mehr vergessen werden und auch nicht wollen, denn fern von unserer deutschen Heimat haben wir tolle neue Freunde gefunden und einen Schüleraustausch erlebt, der uns einzigartige Erfahrungen beschert hat.