9. Tag: 23.10.2014

Morgens fuhren wir mit dem öffentlichen Bus in die Altstadt von Qingdao, die noch heute sehr deutsch wirkt, denn Qingdao war von 1898 bis 1914 unter Kaiser Wilhelm II. eine deutsche Kolonie. Wir besuchten die St. Michaels-Kathedrale, eine protestantische Christuskirche, die von 1908-10 erbaut wurde und den Hauptanziehungspunkt Qingdaos, die alte Landungsbrücke, die mehrere hundert Meter weit ins Meer hinausführt und an deren Ende ein chinesischer Pavillon steht.

Nachmittags bemalten wir chinesische Masken und wurden über die Bedeutung der unterschiedlichen Farben der Gesichter aus der berühmten Peking Oper aufgeklärt. Ein rotes Gesicht ist im Allgemeinen positiv, es repräsentiert Loyalität, Aufrichtigkeit und Tapferkeit. Ein schwarzes Gesicht ist neutral und deutet Zorn und Spitzfindigkeit an, das blau- und grünfarbige Gesicht ist auch neutral, es ziert Räuberhelden mit Unbändigkeit und Mut. Gelbe und weiße Gesichter haben im Allgemeinen einen negativen Sinn und deuten Heuchelei und Grausamkeit an, und goldfarbene und silberfarbene Gesichter sind mysteriös und symbolisieren eine Gottheit oder auch Ungeheuer.