2. Tag: 16.10.2014

Auch an unserem zweiten Tag in Peking erwartete uns ein kompaktes Besuchsprogramm; da der Schnellzug nach Quingdao bereits um 15.16 Uhr vom Südbahnhof abfuhr, hieß es früh aufstehen, Koffer packen, frühstücken und ab in den Bus durch den Pekinger Verkehr zum Tian’anmen Platz, auch Platz des Himmlischen Friedens genannt, einer der größten befestigten Versammlungsplätze der Welt. Rund um diesen Platz befinden sich zahlreiche Kultur-, Regierungs- und Parteigebäude, unter anderem die Große Halle des Volkes, wo der chinesische Nationale Volkskongress tagt, offiziell das höchste Entscheidungsorgan der Chinesischen Kommunistischen Partei, das Mao Mausoleum sowie der Kaiserpalast.

An der Nordseite des Platzes steht das Tian’an Men, das Tor des Himmlischen Friedens, hinter dem sich die Verbotene Stadt anschließt. Mitten in Peking, abgeschirmt durch einen mächtige Mauer und einen breiten Graben, liegt die einstige Verbotene, Purpurne Stadt. Hier lebte der Himmelssohn mit der Kaiserin, seinen Konkubinen und umgeben von Personal. Die Anlage entstand in den Jahren 1406-1420 während der Ming Zeit. Die Dächer der meisten Hauptgebäude sind teilvergoldet und mit in Gelb, der Symbolfarbe des chinesischen Kaisers, glasierten Ziegeln gedeckt. Kein Gebäude in Peking durfte die Verbotene Stadt in der Höhe überragen.

Beeindruckt und müde von den vielen neuen Eindrücken ging es nach dem Mittagessen zum Südbahnhof, von wo wir mit dem Schnellzug die Weiterreise zu unserem eigentlichen Ziel, der 800 km entfernten Küstenstadt Qingdao fortsetzten. Nachdem wir uns zusammen mit hunderten anderen chinesischen Reisenden bis zu unseren reservierten Sitzplätzen durchgekämpft hatten, mühevoll unsere schweren Koffer verstaut hatten, sanken wir erschöpft in unsere Sitze und ließen die nächsten fünf Stunden chinesische Landschaften bei Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 302 km/h an uns vorbeirauschen. Pünktlich gegen 20.15 h erreichten wir den Bahnhof in Quingdao, dort wurden wir von Yang Li, unserer Ansprechpartnerin der Partnerschule, in Empfang genommen und ins Hotel gebracht.