5. Tag, Mittwoch, den 10.10.2007

5. Tag, Mittwoch, den 10.10.2007

Siebenbürgen

Nach dem Frühstück in der Jugendherberge ging es mit dem Bus zum Schloss von Graf Dracula. Tatsächlich hat Vlad III. Drăculea, der für seine grausame Herrschaft bekannt ist, das Schloss in Bran nie betreten. Das Schloss diente lediglich als Filmkulisse für den bekannten Vampirfilmklassiker.
Bran (dt. Törzburg, ung. Törcsvár) ist eine Gemeinde in Siebenbürgen, Rumänien und liegt im Bezirk Braşov. Hoch auf einem steilen Felsen beherrscht das Schloss die zu seinen Füßen liegende Schlucht und die Straße, welche Siebenbürgen mit der Walachei verbindet. Der Bau wurde 1377 beschlossen und anschließend ausgeführt.

 Kronstadt vermachte das Schloss 1920 an Königin Maria, die Frau von König Ferdinand. Deren Tochter, Prinzessin Ileana, erbte das Schloss. Nach dem Zweiten Weltkrieg vom kommunistischen Rumänien übernommen, wurde Schloss Bran (bzw. die Törzburg) am 26. Mai 2006 mit einer offiziellen Zeremonie an Dominic von Habsburg, dem Sohn und Erben von Prinzessin Ileana und einem Habsburger (aus der toskanischen Linie) übergeben. Bedingung war, dass das Schloss drei Jahre lang ein Museum bleibt. Der Wert des Schlosses wurde von der rumänischen Regierung, die es nun zurückkaufen möchte, auf 25 Millionen Euro veranschlagt.
 

Dort gab es viele Souvenirläden, in denen wir z.B. die obligatorischen Postkarten kauften.

Nach der kleinen Shopping Tour gingen wir in das Geisterhaus, dass zum Schloss von Graf Dracula gehört.

Danach ging es mit dem Bus weiter zum Schloss Palac.


Wir fuhren weiter nach Braşov (dt. Kronstadt), im Landesteil Siebenbürgen und besichtigten dort die „Schwarze Kirche“. Sie stellt im Altstadtzentrum mit dem alten Rathaus das wichtigste historische Bauwerk dar. Die Schwarze Kirche, eine ehemals der Heiligen Jungfrau Maria geweihte hochgotische Hallenkirche, ist der bedeutendste gotische Kirchenbau Siebenbürgens und Südosteuropas. Ihren Name trägt die Schwarze Kirche aufgrund eines großen Stadtbrandes aus dem Jahr 1689, der von der Kirche nur noch die geschwärzten Mauern stehen ließ. Sie ist seit der Reformation der Kronstädter Siebenbürger Sachsen durch Johannes Honterus eine evangelische Kirche.
 

Am Abend kehrten wir mit vielen Eindrücken über die rumänisch-deutsche Geschichte, die starken Gegensätze zwischen Stadt- und Landleben und die wunderbare und facettenreiche Landschaft Rumäniens nach Bukarest zurück. Während wir in den kleineren Dörfern an Eselkarren vorbeifuhren, so sind die Straßen in Bukarest fast immer durch die in den letzten Jahren sprunghaft angestiegene Menge an Autos verstopft.

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Text und Gestaltung: Dominik Weis