2008 Klasse 5d 31.08.2008

   

Klasse(n)Fahrt der Klasse 5d

begleitet von Dagmar Damrath und Annette Kuhlmann

   

Tag 1:

"Am frühen Montagmorgen versammeln sich die Kinder und Eltern der Klasse am Bahnhof Sennelager. Der Nieselregen drückt ein wenig auf die Stimmung, aber es soll ja noch warm werden an diesem frühherbstlichen Septembertag. Kurz vor Ankunft des Zuges wird schon mal gezählt, ob auch alle da sind. Ja, alle 29 sind pünktlich!
Der Zug kommt, die Schaffnerin öffnet uns die Tür der Gleisabsperrung und begrüßt uns nett. Sie kennt dieses Aufgebot also schon. Die Kinder suchen sich frei Plätze im Zug. Wobei sie erst noch Hemmungen haben sich zu anderen Fahrgästen zu setzten, und natürlich auch am liebsten alle mit den besten Freunden und Freundinnen zusammen sitzen möchten. Ab dem Paderborner Hauptbahnhof haben dann aber alle einen zufriedenstellenden Platz gefunden und sich eingerichtet.
Leider ist in Altenbeken unsere Zugreise schon wieder beendet und wir steigen aus, um uns zu Fuß auf den Weg über die Egge nach Bad Driburg zu machen. Unser Gepäck müssen wir aber zum Glück nicht tragen. Es wird von einem Taxi zur Jugendherberge gebracht.
Schnell noch ein Gruppenfoto machen und dann Abmarsch. Hurra, das Wetter ist uns hold! Es hat aufgehört zu regnen und klart immer mehr auf.
So marschieren wir also , wie kann es anders sein, über den Driburger Grund. Den Bonhoeffer-Kindern ist er noch gut in Erinnerung von der Sternwanderung vor den Ferien und sie stellen erstaunt fest, dass kein Wasser im Tümpel ist. Nach einer kurzen Rast, wo der erste Hunger gestillt wird, geht es weiter durch den Wald bergauf.
Nach zwei weiteren Pausen und ca. 1,5 Stunden erreichen wir erschöpft die Kultur-Jugendherberge Bad Driburg. Nach einer kleinen Wartezeit, bedingt durch die Anreise einer anderen Gruppe, werden wir von Karl Swoboda, dem Herbergsvater herzlich begrüßt und in die Zimmer und Regeln der Herberge eingewiesen. Nun heißt es Betten beziehen, was bei den meisten auch schon ganz gut alleine klappt. Danach dürfen wir uns auf das wohlverdiente Mittagessen stürzen, aber auch hier ist wieder etwas Geduld gefragt, bis alle am Salatbuffet und den Küchenfrauen vorbei sind. Mit dem vollen Tablett geht’s dann in den Piano-Saal, unserm Ess-und Aufenthaltsraum, den wir für uns alleine haben.
Am Nachmittag gibt es eine Stadtralley. In Gruppen von 4-5 Kindern macht sich die Klasse auf den Weg in die Innenstadt um die kniffeligen Fragen zu beantworten.
Diese Ralley ist schon eine erste Herausforderung für die Teamfähigkeit, die Kreativität und die Selbständigkeit der Kinder, denn sie müssen auf einander achten, dass keiner verloren geht. Einen Schreiber bestimmen und viele Fragen an Passanten stellen, um die Aufgabe bewältigen zu können. Zudem müssen sie selbständig den Weg in den Ort und wieder zurück finden und das ohne Stadtplan! Es sei denn man bekommt einen irgendwoher. Für zwei Teams war das zu viel des Guten. Sie kommen getrennt oder zerstritten wieder und so hat nur eine Teilgruppe die Fragen bearbeitet, was sich auf das Ergebnis der Gruppe dann auch leider negativ auswirkt. Aber aus solchen Aufgaben soll man ja schließlich auch noch lernen dürfen.
Der Tag ist aber nach dem Abendessen und der Auswertung der Ralley noch lange nicht vorbei!
Das Discomobil steht uns an diesem Abend noch zur Verfügung! So heißt es schickmachen und abtanzen. Wenn da nur die Technik nicht wäre. Die DJ-Teams habe so ihre Mühe die CDs abzuspielen und die Leute zum Tanzen zu bewegen. Auch der Musikgeschmack wird nicht immer von der Mehrheit geteilt, aber als Frau Damrath einige Tanzspiele moderiert, sind die meisten begeistert dabei.
Leider ist die Luft im Piano-Saal sehr schnell verbraucht und auch sonst ist sie um 22.00 Uhr raus als es im Haus ruhig werden muss.
Nun heißt es bettfertig machen und schlafen gehen. Die Stimmung auf den Zimmern ist aber noch zu gut. Erst gegen 0.30 siegt der Schlaf und es kehrt wirklich Ruhe ein.



Tag 2:

Gleich nach dem Frühstück geht es für die Jungen der Klasse 5d zum Fußballfeld hinter der Jugendherberge. Wie schon gestern nutzen sie jede freie Zeit dafür. Ab und zu finden auch ein paar Mädchen Gefallen daran und sie werden auch selbstverständlich in die Mannschaften aufgenommen. Die übrigen Mädchen spielen lieber Tischtennis oder plaudern vergnügt in der Herbstsonne.
Gegen 10.00 Uhr kommen dann die Teamerinnen Vera und Christiane. Frau Damrath macht mit ihnen aus, dass, wenn der Vormittag gut läuft, sie wirklich gerne mit den Kids klettern will. Das Wetter ist auch geradezu ideal. Der Job der Begleiterin (meine Wenigkeit) und Frau Damraths ist sehr leicht an diesem Tag: Beobachten und möglichst nicht eingreifen und auf gar keinen Fall helfen. So widme ich mich meinem Strickstrumpf und genieße die Septembersonne.
Die Kinder machen nun am Vormittag diverse Gruppen- und Kooperationsspiele, wie z.B. ?Wäscheklammerjagt? und ?der schwierige Weg über das Schwarze Moor?.
Am Nachmittag wird die Klasse in zwei Gruppen geteilt, da sonst nicht für alle Kletterzeug da wäre. So klettern erst die einen und dann die anderen. Währenddessen gibt es neue Spiele und Herausforderungen, die man nur als Gruppe gut bewältigen kann. Der spannende Höhepunkt ist zum Schluss der Moment, als die 6 Kleingruppen ihre rohen Eier vom Balkon werfen und sie fast alle heile unten ankommen, weil sie vorher gut mit Naturmaterialien, wie Gras und Blättern verpackt worden waren. In der Abschlussrunde geben alle noch mal ihre Meinung zum Tag wieder. Fast allen hat es Spaß gemacht und die Erfahrungen beim Klettern und Spielen werden ihnen lange in Erinnerung bleiben.
Nach dem Abendessen ist aber auch heute noch lange nicht Schluss. Die legendäre Nachtwanderung mit Kalle Swoboda und seinem Hund steht noch auf dem Programm. Im dunklen Wald geht es hoch zur Iburg und es gibt nur zwei kleine Taschenlampen!! Da heißt es Ruhe bewahren und Sinne schärfen. Da sind einige doch ganz froh, dass sie nicht alleine sind und sich bei anderen unterhaken können. Wir lernen etwas über den Adler, der hier manchmal seine Kreise über dem Wald zieht und auch auf der Säule am Ehrenmal sitzt, nur aus Stein. Beim Denkmal für den alten Oberförster, der vom Blitz erschlagen wurde, erfahren wir, wie man sich bei Gewitter richtig verhält und das die Bäume damals hier noch ganz klein waren, denn sonst wär dem Oberförster gar nichts passiert.
Als wir in der Burgruine stehen hören wir einen Steinkauz rufen. Das gruselig und schön zugleich, denn die hört man nur ganz selten. Danach geht?s wieder zur Jugendherberge zurück und alle sind froh als es nahe der Stadt wieder heller um uns wird. Nach so viel Programm sind die meisten froh ins Bett gehen zu dürfen, aber wenn man dann erst wieder im kuscheligen Bett liegt, gibt es doch noch soviel zu erzählen von den Erlebnissen des Tages, dass die Nachtruhe doch wieder sehr kurz wird.



Tag 3:

Zum Glück geht’s heute nur noch nach Hause. Das Schlafdefizit macht sich bemerkbar. Da fällt das Betten abziehen, Tasche packen und zum Bahnhof laufen nicht mehr ganz so leicht.
Vieles nimmt die Klasse an positiven Eindrücken mit nach Hause. Auch z.B. ein Klassenmaskottchen, das die Klassensprecherin Luisa mit ihren Freundinnen am ersten Tag in einem Geschäft entdeckte und besorgen durfte.



Bildergalerie:


Text: Annette Kuhlmann zurück