Zonta Award 2008 04.03.2008

"Sich zu engagieren, tut gut"
 (Bundespräsident Horst Köhler)

2. und 3. Platz beim "Young Women in Public Affairs Award"
 des ZONTA-Clubs Paderborn am 5. März 2008
 

An dem Wettbewerb um den ZONTA-Award der Sektion Paderborn beteiligen sich seit 2005 sechzehn bis zwanzigjährige Mädchen aus der Oberstufe der weiterführenden Schulen im Kreis Paderborn. Mit der Verleihung des inzwischen etablierten Charity-Awards wird das außerordentliche soziale Engagement junger Mädchen ausdrücklich anerkannt.
Darüber hinaus will ZONTA - das Programm in Kurzform: Frauen treten für Frauen ein -  den Gemeinschaftssinn fördern und Mädchen zu sozialem Engagement ermutigen und anspornen.
Aber nicht nur die soziale Tat innerhalb und außerhalb der Schule ist gefragt - so die Zonta-Präsidentin Frau Irmgard Kurek -, sondern auch ein reflektiertes Bemühen um internationales Verständnis sowie vertiefte Gedanken zur Stellung der Frauen im nationalen und internationalen Kontext.
 

Gruppenbild mit Mann: GSN-Teilnehmerinnen beim Zonta-Award, eingerahmt von der stellvertretenden Schulleiterin Frau Dulige und Herrn Sroka
 
Wanderpreis für die Siegerin des 
Zonta-Awards
 


Vor diesem Hintergrund wurden 13 junge Damen für den ZONTA-Award nominiert, unter ihnen 5 Schülerinnen aus der Oberstufe des Gymnasiums Schloß Neuhaus.
Für ihr Engagement in Kirche, Sportverein und caritativen Einrichtungen, aber auch mit Blick auf ihr Engagement für ihre Mitschüler(innen) und die gesamte Schulgemeinde hatten die folgenden Schülerinnen  ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht:

Rebecca Esser, Jgst. 13, bekannt durch ihre Weihnachtsschuhkarton-Aktion
Hanna Gaube, Jgst. 13, u.a. für ihr Engagement bei der Paderborner Aids-Hilfe
Sabrina Reuter, Jgst. 13, u.a. für ihre Arbeit in versch. Schulgremien und in der evangelischen Kirche
Christina Schmidt, Jgst. 13, u.a. mit ihrem Engagement bei den Silentien und in ihrer Kirche
Britta Schulte, Jgst. 12, für ihr Engagement im Bereich Informatik und im Rollhockeysport
 

Platz 2: Christina Schmidt
 
Platz 3: Sabrina Reuter
 
Anerkennung auch für die Nomminierten: 
Rebecca Esser (ohne Bild), Hanna Gaube und Britta Schulte

Bei der feierlichen Überreichung des Awards im Adam und Eva Haus wurde keine Nominierte vergessen; mit Blumen, Urkunden und Karten für einen Kabarett-Abend wurde ihr soziales Engagement genauso gewürdigt wie das der Erstplatzierten.
Den 2. Platz erreichte Christina Schmidt, während die ehemalige Schülersprecherin Sabrina Reuter den 3. Platz errang. Nachdem das GSN im letzten Jahr die Award-Preisträgerin stellte, steht in diesem Jahr die Bronzeskulptur mit der "helfenden Hand" im Reismann Gymnasium. Die Oberstufenschülerin Philine Jakobsmeyer belegte für ihren vielfältigen Einsatz in Schule und Gesellschaft den 1. Platz.
Die Laudationes und Preisverleihung lag wieder in den bewährten Händen von Frau Dr. Luise Stolz.

Die Siegerinnen im Kreise des Zonta-Clubs
 

Das 74-jährige Zonta-Mitglied Frau Dr. Margrit Lüdtke-Jansing stellte in ihrem eindrucksvollen Referat heraus, dass in Deutschland vieles auf dem Weg zu einer echten Emanzipation erreicht wurde, dass es aber auch immer noch eine zum Teil offen ausgetragene Geringschätzung von Frauen gebe.
Allen Frauen schrieb die ehemalige Pädagogin vor dem Hintergrund ihrer Lebenserfahrung ins Stammbuch, dass es die Frauen mit ihrer "Frauen-Power" selbst in die Hand nehmen müssen, die Emanzipation der Frauen durch couragierte und offensive Eigeninitiative weiterzuentwickeln.
 

Die Referentin Frau Dr. M. Lüdtke-Jansing Frau Kurek beglückwünscht Frau Lüdtke-Jansing


Hatte sich Wilhelm Busch im 19. Jh. noch bitter ironisch über die Unergiebigkeit und die fehlende Anerkennung von ehrenamtlicher Tätigkeit geäußert, so weiß man heute auf Grund wissenschaftlicher Untersuchungen, dass ehrenamtlich tätige Menschen seltener ernsthaft krank werden und höhere Chancen auf ein erfülltes und langes Leben haben, von dem Nutzen für die Menschen in unserer Gesellschaft ganz zu schweigen.
Und das gilt für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer gleichermaßen. So gesehen sollte von diesem Wettbewerb des Zonta-Clubs der Gedanke weitergetragen werden, dass sich mehr (junge) Menschen als zuvor gerade in sozial raueren Zeiten im Ehrenamt uneigennützig engagieren.
 

 

Stellvertretend für die vorbildliche Organisation der Zonta-Awards:
 Frau Hollander und die Zonta-Präsidentin Frau Kurek 


 

Text: Rainer Sroka
Fotos: Nilgün Özel
Gestaltung: Nelli Schachtschneider



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