Deutscher Lehrerpreis 2009 29.11.2009

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„Es war beeindruckend und bewegend zugleich, von Bundespräsident Horst Köhler persönlich mit anerkennenden Worten und einem Händedruck beglückwünscht zu werden.“ So die Worte von Eva Nicolin-Sroka vom Gymnasium Schloß Neuhaus nach ihrer Rückkehr aus Berlin, wo sie am 30.11.2009 ganz überraschend mit dem Deutschen Lehrerpreis 2009 ausgezeichnet wurde.
Die Vodafone Stiftung Deutschland und der Deutsche Philologenverband hatten zusammen mit weiteren Partnern wie der Wochenzeitung Die Zeit und dem Bundesverband der Deutschen Wirtschaft (BDI) diesen Preis als Anerkennung für herausragende Leistungen von Lehrern initiiert und unter ihrer Federführung die Preisverleihung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften organisiert.

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Der Bundespräsident Horst Köhler und Frau Prof. Susanne Porsche (re) als Initiatorin des Deutschen Lehrerpreises mit den Preisträgern und ihren ehemaligen Schülern

In der Kategorie „Schüler zeichnen Lehrer aus“ wurden über 1200 Lehrerinnen und Lehrer von ehemaligen Abiturienten der Jahrgänge 2009 und 2008 nominiert. Eine renommierte Jury, unter ihnen Prof. Baumert, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, und PISA-Chef Prof. Prenzel, auch Juror bei der Vergabe des Deutschen Schulpreises an das GSN, wählte die Lehrerin vom Gymnasium Schloß zu den 21 auszeichnungswürdigen Lehrern Deutschlands aus.

„Das kam alles absolut überraschend für mich. Ich war völlig sprachlos. Von einem solchen Preis hatte ich zwar im Internet gelesen, aber dass ich selbst Preisträgerin sein sollte, konnte ich zuerst gar nicht glauben.“

Anna-Sophie Billig (Abitur 2009) hatte stellvertretend für all die, die Frau Nicolin-Sroka auf diese Weise für langjährige engagierte und verlässliche Zusammenarbeit Danke gesagt haben, den mehrseitigen „Dankbrief“ eingereicht und wurde ebenfalls für zwei Tage in die Bundeshauptstadt eingeladen.

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Die 4 NRW-Preisträger mit Herrn Peter Silbernagel (Vorsitzender des Philologen-Verbandes NW)

Die Preisträgerin Eva Nicolin-Sroka

mit Anna-Sophie Billig

Für ihre soziale und pädagogische Kompetenz und ihr besonderes Engagement vor allem auch außerhalb des normalen Schulunterrichts erhielt Frau Nicolin, wie sie von ihren Schülern gern genannt wird, nicht nur den Händedruck des Staatsoberhaupts, sondern auch eine Urkunde, eine Plastik und einen Geldbetrag, den sie ihren Projektarbeiten zugute kommen lassen will.

Den gesamten MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften), Wettbewerbe (z.B. Jugend gestaltet Zukunft), diverse Projekte, Netzwerkadministration, Intranet, GSN-Awards und vor allem die Zusammenarbeit mit Kooperationspartners in Bildung und Wirtschaft hat sie auf ihre Fahnen geschrieben. Dabei hat sie immer ihre Schülerinnen und Schüler im Blick, denen sie vielfach beratend und unterstützend zur Seite steht, ihnen aber andererseits auch gerne Verantwortung überträgt.

Natürlich schlug die Auszeichnung mit dem Deutschen Lehrerpreis hohe Wellen: Interviews mit den Lokalblättern, ein Live-Interview beim WDR-Fernsehen, zahlreiche Gratulationen und viele Glückwunschschreiben. „Ganz besonders hat mich die Anerkennungsschreiben des Paderborner Bürgermeisters Heinz Paus und des Landrates Manfred Müller berührt.“ Im Januar folgt noch eine Einladung nach Düsseldorf zu Schulministerin Barbara Sommer. Stellvertretend für den gerade in dieser Zeit in China weilenden Schulleiter Bernhard Gödde fand Studiendirektor Josef Kallmeyer bei einem kleinen Umtrunk im Kollegium die richtigen Worte.

Und einer Paderborner Tageszeitung verriet die Preisträgerin, selbst Jurymitglied bei den hauseigenen GSN-Awards, die alljährlich Anfang Februar verliehen werden: „Sonst müssen immer die Schüler auf die Bühne... Jetzt bin ich in dieser Situation. Genau genommen ist das natürlich eine große Ehre und etwas sehr Schönes.“

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