'California Dreamin' 20.07.2011

'California Dreamin'

5 Month in the golden State

Der Goldene Staat, San Francisco und die Golden Gate Bridge. Alles Dinge, die mir durch den Kopf gingen als ich erfuhr, dass ich meine fünf Monate als Austauschschüler in Amerika in Kalifornien verbringen würde. Eine Reise in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten um neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln.
Nach langem Warten habe ich Ende August meine Familie zugeteilt bekommen. Sie wohnt in Cottonwood, ein kleiner Ort in Norden Kaliforniens, mit ca. 3000 Einwohnern. Ein schönes, kleines Dorf in der Wildnis. Ich war sehr aufgeregt und konnte es kaum erwarten, Anfang September endlich loszufliegen! Drei verschiedene Flieger und etliche Flugstunden später kam ich in Redding (nächst größere Stadt) an. Dort wurde ich von meinen Gasteltern herzlich begrüßt und ich habe mich großartig mit ihnen verstanden. Nur der Wetterumschwung war extrem: Von 11°C Grad in Deutschland zu 35°C in Kalifornien.
Es war kein Problem, sich an kleinere Probleme zu gewöhnen, wie die andere Sprache, das Wetter und unsere beiden „Puppies“, unsere beiden Hunde. Wobei diese beiden eher groß waren. Nach zwei Tagen zuhause, an denen ich unsere Nachbarn und ein paar Fische, aus dem See, an dem ich wohnte, kennen gelernt hatte, musste ich mir meine Kurse an unserer Schule aussuchen. Es war die örtliche Highschool mit 1.200 Schülerinnen und Schülern. Der Schultag war etwas anders als bei uns: 6 Fächer und das jeden Tag in gleicher Reihenfolge. Ich hatte Englisch, technisches Zeichnen, Mathe, Physik, Leadership (SV-Arbeit als Klasse), und US-Geschichte. Es wurde aber nie langweilig, da man immer mit seinen Freunden zu tun hatte. Alle waren sehr hilfsbereit, sowohl Lehrer als auch Schüler, und ich hatte mich schnell integriert.
Nach der Schule gab es aber auch viel zu erleben. Zwischen Einkaufen im Shoppingcenter, Besichtigung Cottonwoods, das aussah wie eine Stadt im Wilden Westen oder Modellraketenbauen, habe ich auch viel Sportliches unternommen. Mein Gastvater ist leidenschaftlicher Bassfischer und auch ich hatte schnell den Dreh raus, wann welche Köder zu benutzen und an welchen Stellen sich die Bassfische am häufigsten aufhalten. Auch Geocachen stand auf dem Programm. Eine Art GPS gestützte Schatzsuche in der Natur und Stadt. Wir waren oft Stunden in der Wildnis unterwegs ohne eine Menschen zutreffen. Die gesuchten Orte sind oft traumhaft schön oder an geschichtlich bedeutenden Stellen. All das hat mir viel Spaß gemacht und ich habe mich immer sicher und geborgen gefühlt.

Wenn man an Kalifornien denkt, denkt man? – Klar, an San Francisco! Es freute mich sehr, dass meine Gasteltern der Meinung waren, wir sollten das Silicon Valley besuchen. Die Sehenswürdigkeiten wie Alcatraz und die Golden Gate Bridge durften auf diesem Ausflug natürlich nicht fehlen. Meine Gasteltern waren begeisterte Eishockey-Fans und mein Gastvater hatte früher für die Liga gearbeitet. Das ich noch nie bei einem Spiel war, mussten wir natürlich hin. Die Stimmung war unglaublich und die 18.000 Plätze waren ausverkauft.

Nach drei Tagen in dieser Großstadt, nach den berühmten Cable Cars, nach China Town und nach einer klasse Zeit haben wir noch die Familie meiner Gasteltern besucht und sind wieder aufs Land gefahren. Nach so eine großen Menschenmenge war es sehr angenehm viel platz zu haben.
Mein Aufenthalt in Amerika hat mich persönlich sehr weiter gebracht und werde ihn niemals vergessen, was ich dort erlebt habe. Es hat sicher etwas Mut erfordert, doch diese Erfahrung war jede Anstrengung wert. Ich hoffe, dass noch viele andere als Austauschschüler dieses Erlebnis machen können und ich weiterhelfen konnte die Entscheidung zu festigen.
Falls du dich entscheidest auch ein Austauschschüler zu werden, hier noch ein Rat:
Sei immer du selbst und hab eine tolle Zeit!
Abschließend fasst die Band Phantom Planet meine Erfahrungen gut zusammen:

We've been on the run
Driving in the sun
Looking out for Number One
California here we come
Right back where we started from

 

Hustlers grab your guns
Your shadow weighs a ton
Driving down the 101
Californiahere we come
Right back where we started from

 

California!
Here we come!

Text, Bilder und Gestalltung:
Arne Bruns
Bildergalerie  

Schuljahr 2010/2011