2011/2012 England

Schulfahne

Meine Zeit in England

   

Ein Auslandsbericht von Kilian Sprenkamp

   
In der ersten Hälfte der 10ten habe ich eine besondere Erfahrung gemacht. Ein halbes Jahr habe ich in England verbracht. Dort habe ich viele spannende Dinge erlebt.
Alles fing damit an, dass ich eigentlich in der 10 nach Amerika wollte. Ein Freund schlug mir aber das Vereinigte Königreich als Reiseziel vor und gab mir die Adresse der Schule, die er in meinem Alter besucht hatte. Diese war jedoch ein katholisches Jungen-Internat. Doch nach ein paar Wochen merkte ich, dass diese strenge Erziehung mir wohl oder übel gut tun würde. So bewarb ich mich bei der Schule und fuhr im Sommer einmal in den kleinen Ort Woodcote, der westlich knapp eine Stunde von London liegt, um mir alles anzuschauen.
 
Nach einer erlebnisreichen Woche auf Norderney packte ich dann meine Sachen für meine große Reise nach England. Dort angekommen musste ich mich an viele für mich neue Sachen gewöhnen. Wie bei ?Harry Potter? gab es vier Häuser in die man, wenn auch nicht von einem Hut, eingeteilt wurde. Die Häuser hießen St. John, Faber, FitzAlan, ich hingegen wurde dem Norrishaus zugeteilt. In einem 10 Quadratmeter großen Zimmer lebte ich auf mich alleine gestellt, weshalb die ersten Wochen auch sehr anstrengend und chaotisch abliefen. Nach einer Zeit gewöhnt ich mich aber an das Kantinenessen, das Wäsche waschen und bügeln, den Samstagsunterricht und den Gang in die Kirche am Sonntagabend.
Das Schulsystem unterscheidet sich auch von dem deutschen. Dort belegte ich 4 Kurse, die jeweils 8-stündig unterrichtet wurden, darunter waren Mathe, Geschichte, Bio und Business Studies. Dazu kam noch ein Sprachkurs und ein paar weitere Stunden pro Woche. Die Schule begann um viertel vor 9 und endete um spätestens 6 Uhr. Zwischendurch hatte man oft Freistunden und eine Mittagspause, die man mit Sport, darunter Rugby, Fußball, Rudern, Golf, Cricket, usw. verbrachte. Diese Sportarten wurden am Wochende gegen andere Schulen ausgeübt, wodurch ein großer Teamgeist entstand.
Allgemein konnte man sehr schnell neue Menschen kennenlernen. Nach zwei Wochen hatte ich mich mit vielen Leuten angefreundet. Das Wochenende verbrachte man meistens in der nahe gelegenen Stadt Reading. Die Jungen die in England wohnten fuhren häufig nach Hause. Genügend blieben aber auch im Internat und es wurde nie langweilig.
Abschließend kann man sagen, dass meine Zeit in England mit Highlights wie dem Rugbyclubdinner, einem Schultrip nach Frankreich und Fahrten nach London sehr gelungen war. Doch dies machte meinen Aufenthalt nicht komplett aus, da das Leben im Internat eine einzigartige Erfahrung für sich war.