2010/2011 USA 29.06.2011

USA-Aufenthalt - State of Washington

2010-2011

   

Hallo mein Name ist Moritz und ich habe von August 2010 bis Januar 2011 einen Schüleraustausch nach Washington gemacht. Jeder fragt natürlich zuerst: "Und wie war’s?" Ich kann immer nur antworten: "It was awesome and I would do it again, anytime!"

Nach langer Suche habe ich mich bei der Organisation "Eurovances" hier in Deutschland beworben. Mein Gründe damals waren sehr simpel: Ich wollte mein Englisch verbessern und etwas Neues kennenlernen. Nachdem ich diverse Test und Vorbereitungstreffen durchlaufen hatte, kam im März der entscheidende Brief von der Austauschorganisation, dass ich eine Familie erhalten hatte im State of Washington (liegt nordwestlich von Seattle). Nach der ersten großen Aufregung und ersten Kontakten mit der Gastfamilie, war es bald auch schon der 5. August und mein Flug ging erst nach Chicago, wo ich an einem Eingewöhnungs-Programm teilnahm und dann zwei Tage später weiter nach Seattle flog. Ich wurde von meiner Gastmutter und einem meiner beiden Gastbrüder am Flughafen abgeholt. Zugegeben, ich war ziemlich nervös, aber da meine Familie mehrere Austauschschüler vorher hatte, gingen sie die Sache sehr ruhig an und ließen mir Zeit mich einzugewöhnen. Und eh ich mich versah, waren die ersten 4 Wochen meinen Austausch auch schon vorbei.

   
   

Dann fingen für mich die Schule und auch der Sport nachmittags an. Ich hatte mich entschieden Football in den USA  zu spielen, aus zwei Gründen. Erstens gewinnt man durch Sport viele neue Freunde und zweitens macht mir Sport wahnsinnig viel Spaß! Sport gehört zu den Dingen, die in Amerika viel wichtiger sind als in Deutschland und auch viel mehr anerkannt oder gefördert werden. Den Teamspirit und die Unterstützung durch Mitschüler und andere Fans ist wahnsinnig groß. Zu beschreiben wie man sich fühlt, wenn man bei einem Heimspiel auf dem Football-Feld steht, ist fast unmöglich. Der beste Vergleich ist, dass man sich vorstellt, man stehe in der Mitte eines 1. Bundesliga Fußball-Spiels und alles schreit um einen herum. Unglaublich! Der zweite Teil meines Austauschs bestand aus Basketball, der zweiten großen Sportart in den USA. Viel gibt es hierzu nicht zu sagen, denn das Training war hier viel, viel härter als im Football (Football war aber auch kein Zuckerschlecken). Wenn ich mir heute NBA Spiele anschaue und dann erste Bundesliga spiele, weiß ich warum die Amerikaner sich dreimal schneller bewegen als deutsche Spieler.
In amerikanischen Highschools wird sechs Mal pro Woche, täglich drei Stunden trainiert. Dies ist am Anfang sehr viel und teilweise für den Körper  sehr ermüdend. Allerdings lohnt es sich auch... Ich war am Ende meiner BB-Season so fit, wie ich es für nie möglich gehalten hätte.

Ich beendete meine Basketball-Karriere praktisch mit dem Ende meines Austauschs, weshalb ich nicht viel mehr erzählen kann. Eine Woche vor meinem Abflug gab es allerdings noch den Familien-Urlaub nach Hawaii.

   
   

Zum Thema Essen: Ich habe während meines Aufenthaltes 7 Kilogramm zugenommen. Diese 7 Kilos waren allerdings reine Muskelmasse, die ich seit meiner Rückkehr leider wieder verloren habe. Ja es stimmt, dass es drüben höllisch gutes (Fastfood-) Essen gibt, welches aber nicht schlechter als das  Deutsche ist. Viele Familien kochen sehr gesund und achten darauf, was auf den Tisch kommt.
   
   
Ich würde so einen USA-Aufenthalt jedem empfehlen, der die Chance dazu hat!!!
Ob man nur ein halbes Jahr drüben ist oder ein ganzes, spielt gar keine Rolle.

Mein Austausch war die bisher beste Zeit meines Lebens und ich hatte riesig viel Spaß!

Ganz abgesehen von sehr, sehr guten Sprachkenntnissen, habe ich dort gelernt mich anzupassen und was es heißt, sich alleine zurechtfinden zu müssen. Meine Eltern haben mich kaum wieder erkannt, als ich in Deutschland auf einmal anfing meine Wäsche selbst zu waschen und morgens von alleine auf zu stehen. Ich kann also mit Gewissheit sagen: Es hat sich gelohnt!
   
   
Text, Bilder: Moritz Migge  
Gestaltung: Fabian Kell
   

Schuljahr 2010/2011