2008/2009 Spanien

Drei spannende Monate in Spanien

Das Land, in dem ich seit meinem vierten Lebensjahr so gerne meine Ferien verbracht habe, dessen Sprache mich jedes Mal aufs Neue faszinierte, dessen Rollhockey das Beste der ganzen Welt sein sollte. Dieses Land sollte für die nächsten drei Monate meine neue Heimat werden! Schon am Mittwochabend, an dem ich angekommen war, hab ich gemerkt, was mich die nächsten drei Monate erwartete. Meine Gastfamilie, bestehend aus meinen Gasteltern, ihren drei Töchtern und ihren zwei Söhnen, alle schon über 25, sprach genauso gut englisch wie ich spanisch, also fast gar nicht, von deutsch ganz zu schweigen. Doch wie das so ist, kann man sich immer irgendwie mit Händen und Füßen verständigen.
 

Und kaum hatte ich meine Sachen in meinem neuen Zimmer abgestellt, ging es auch schon gleich wieder los: nicht auf Flaniermeile, sondern in die Sporthalle. Training von 22-24 Uhr - in Deutschland undenkbar! Ich war zwar noch sehr müde von der Anreise und der ganzen Aufregung, trotzdem machte mir das Training gleich so viel Spaß, dass ich wieder etwas mutiger wurde, nachdem ich durch die ganzen Sprachproblemen etwas eingeschüchtert war.
 

Schnell fand ich in meinen neuen Alltag hinein, der hauptsächlich aus Schule und Rollhockey bestand. Aus dem Schulalltag der spanischen Schule hielt ich mich größtenteils heraus, da, obwohl ich spanisch rasend schnell lernte und immer weniger Probleme hatte, mich zu verständigen, der Unterricht auf katalan war und ich so überhaupt nicht folgen konnte. Also arbeitete ich den Schulstoff des Gymnasium Schloß Neuhaus durch und wartete auf den Trainingsbeginn.

Alles in allem war es ein sonniger, erfolgreicher Auslandsaufenthalt, von dem ich alles das bekam, was ich erwartet hatte: Ich lernte größtenteils die schönste Sprache der Welt, knüpfte neue Bekanntschaften und Freundschaften, die bis heute, einige Monate nach meinem Aufenthalt dort, immer noch aufrecht erhalten sind, lernte eine für mich "neue Kultur" kennen, mit Siesta, Paella und allen typischen Dingen Spaniens und spielte jede freie Minute Rollhockey in einer "anderen Welt", von der das Paderborner, das deutsche Rollhockey nur träumen kann.

 
Text und Fotos: Laura La Rocca
Gestaltung: Jonas Oberkirch


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