2003/2004 Texas

Ein Jahr unter der Texanischen Sonne

Für mich stand schon seit der 7. Klasse fest, dass ich in der 11 für ein Jahr als Austauschschülerin in die USA wollte. Am 8.8.2003 wurde dieser Traum dann Wirklichkeit! Ich kam in eine Gastfamilie in San Antonio, Texas.


Mom Sheri, ich, Dad Greg, Jennifer, Stephen

San Antonio ist eine super schöne Stadt, wo richtig was los ist. Immerhin ist sie mit 2 Millionen Einwohnern die neuntgrößte Stadt ganz Nordamerikas! Das tropische Klima (sogar Silvester wurde im T-Shirt gefeiert und es war auch im „Winter“ nie kälter als 15°C) empfand ich als nette Abwechslung, obwohl die Leute dort das wohl nicht so sahen und die ganzen Gebäude mit Klimaanlagen regelrecht unterkühlten…Auch das Verhalten der Menschen nahm ich als sehr anders als in Deutschland wahr, alle waren viel freundlicher, sehr interessiert und aufgeschlossen, was mir auch sehr gut gefallen hat.


Mit meinen Freundinnen in der Schule

Mit meiner Gastfamilie hatte ich totales Glück. Wenn ich die Perkins mit einem Wort beschreiben müsste würde ich „locker“ sagen! Auch mit meiner Gastschwester Jennifer (16 Jahre, mit der ich mir ein Zimmer geteilt habe) und meinem Gastbruder Stephen (8) kam ich sofort super klar. Die High School, die ich für das ganze Jahr besuchte, heißt „Earl Warren High School“. Es ist eine sehr neue Schule (erst 2002 eröffnet) und wird von ca. 3800 Schülern der Klassen 9 – 12 besucht. Auch hier hatte ich Glück, da ich durch die Sport-Nachmittagskurse (ich war im „Dance-Team“ das bei Football- und Basketballspielen in den Pausen auftritt) sofort in der ersten Woche Anschluss gefunden habe.


Das Dance-Team

Der Unterricht war auch total anders als in Deutschland. Alles war viel lockerer aber ich glaube dabei haben die Schüler auch nicht ganz soviel gelernt. Alles war geprägt von den außerschulischen Aktivitäten und Wettkämpfen gegen andere Schulen, wie zum Beispiel im Football, Basketball, Soccer, Leichtathletik…


Ein Freund in Mathe

Mein schönstes und vor allem einprägsamstes Erlebnis war der „Prom“, der Abschlussball am Ende des Jahres. Schon Wochen vorher war er in der Schule das einzige Gesprächsthema und am besagtem Tag (dem 1. Mai 2004) ging es dann auch schon früh morgens mit den Vorbereitungen los. Dazu muss man wissen dass amerikanische Mädchen bei solchen Gelegenheit keine Kosten und Mühen scheuen um sich möglichst aufzudonnern um dann abends bei dem Ball auch heraus zu stechen, wobei ich natürlich auch einen Riesenspaß hatte! Schon morgens um 11 Uhr gingen ich und Candace (eine meiner besten Freundinnen dort) zusammen zum Frisör um uns eine professionelle Frisur für den Abend machen zu lassen, mit Locken und Hochstecken und allem drum und dran. Danach, so ca. um 14 Uhr, bekamen wir dann unser Makeup auch professionell gemacht. Um 17 Uhr kamen uns dann unsere Dates abholen, mit denen wir dann Downtown im Hardrock Cafe so richtig teuer essen gegangen sind. Um 20 Uhr startete dann der eigentliche Ball im „Hyatt Hotel“ wozu ich nur soviel sage: Amerikaner wissen wie man feiert!!!


Ich & mein Date Aaron

Insgesamt habe ich während dieses Jahres natürlich viel zu viel erlebt als dass ich das alles hier erzählen kann, ich möchte nur betonen dass es für mich auf jeden Fall eine sich lohnende, sehr wertvolle und positive Erfahrung war, die mich für den Rest meines Lebens geprägt hat. Ich möchte jedem der über ein solches Austauschjahr nachdenkt sagen: macht es auf jeden Fall!!! Es wird die beste Zeit eures Lebens werden!

Noch mehr Eindrücke gibt´s in der Bildergalerie...

Text und Fotos: Sabrina Kröger
Gestaltung: Christina Joachim


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