Zeitungsartikel

Gemeinsames Tun mit Flüchtlingen wird großgeschrieben - Arbeitsgemeinschaft des Gymnasiums Schloß Neuhaus organisiert Integrationscafé

Die Ideen zum Wohl von Flüchtlingen gehen den Schülerinnen und Schülern am GSN nicht aus: Rund 20 Aktive arbeiten aktuell in der Arbeitsgemeinschaft „GSN hilft Flüchtlingen“ mit Lehrerin Carina Rötter und haben ein Integrationscafé ins Leben gerufen. 14tägig treffen sich hier Freitag nachmittags Schülerinnen und Schüler, weitere Ehrenamtliche, Flüchtlinge und alle, die gern dabei sein möchten, bei Kaffee und Kuchen zum Kennenlernen, zum Austausch und zum Abschalten.

„Ich wollte die Integration hier vor Ort voranbringen“

Yasemin Alma ist engagierte Mitinitiatorin des Projekts. Die 16jährige Schülerin der 10. Klasse, deren Familie ursprünglich aus der Türkei stammt, hat ein Stipendium der „Start-Stiftung“ erhalten. In den Begleitseminaren entwickelte sie mit Gleichgesinnten Ideen und Projekte. „Ich wollte meine Pläne gemeinsam mit Mitschülern umsetzen, Zeit mit Flüchtlingen verbringen und die Integration hier vor Ort voranbringen“, berichtet sie.

Das Ergebnis beeindruckt durch die große Zahl der Engagierten und den Ideenreichtum. Schon beim Eintreffen in der Caféteria fällt der Wandschmuck ins Auge: Flaggen aus den Herkunftsländern der Flüchtlinge sind aufgehängt: Aus der Türkei, Armenien, Albanien, Nigeria, Aserbaidschan, Afghanistan, Irak, Syrien, Bangladesh und der Mongolei. Getränke und Kuchen stehen bereit, Spielmaterialien für die Kinder sind vorhanden, alles organisiert von den Jugendlichen. Auf Deutsch, Englisch und Arabisch werden die Anwesenden willkommen geheißen. Letzteres übernimmt Mitschüler Yasan, der auch im weiteren Verlauf des Nachmittags im Dienst des gegenseitigen Austausches immer wieder im Gespräch mit arabisch sprechenden Flüchtlingen ist.

Dann können sich die Gäste Musiktitel aus ihren Herkunftsländern wünschen, Lieder, die die SchülerInnen dann aus dem Internet abspielen. Ganz im Dienst des gegenseitigen Austausches steht auch das Tanzen als Programmpunkt. Die etwa 50 Gäste sehen zunächst typisch deutsche Standardtänze, souverän vorgeführt von zwei Tanzpaaren aus der Schülerschaft. Anschließend heißt es Mitmachen für alle beim Line Dance auf dem Schulhof. Die Initiatoren zeigen einfache Tanzschritte, die zu rhythmischer Musik schnell von allen gelernt werden. Unkompliziert und ohne Sprachbarriere entsteht hier schnell ein Gemeinschaftsgefühl.

„Uns ist es wichtig, dass die Flüchtlinge in unserer Gesellschaft aufgenommen werden.“, erklärt Yasemin Alma, „Unsere Arbeit ist keine verschwendete Zeit, wir bekommen alles zurück.“

Gemeinsames Tun wird großgeschrieben: Abwechselnd mit dem Integrationscafé gibt es freitags außerdem ein Sportangebot für Flüchtlinge von und mit den Sporthelfern des GSN.

- Cordula Lütkefedder

 

 

Zurück zum Integrationscafé
Zurück zu bisherigen Projekten
Zurück zu GSN hilft...