Bericht über die SMIMS 2009 04.09.2009

   
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Bericht über die SMIMS 2009

   

Was sind eigentlich komplexe Zahlen? Mit welcher Strategie kann ich beim Kartenspielen am meisten gewinnen? Was haben Galaxien für eine Klumpungsneigung? Dies sind nur einige der viele Fragestellungen, mit denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schülerakademie Mathematik und Informatik in Münster – einfacher ausgedrückt die SMIMS – beschäftigt haben.

   
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Gruppenbild aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem GAD-Gebäude

   

Die Schülerakademie, welche von der Bezirksregierung Münster ausgerichtet und von verschiedenen Firmen unterstützt wird, möchte besonders interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, auch außerhalb der Schule auf Gleichaltrige zu treffen, die ihre Interessen teilen. Dieses Jahr fand sie nun zum neunten Mal in der Zeit vom 31. August bis zum 4. September in Münster statt. In der Jugendherberge am Aasee erarbeiten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 15 Projekten neue Lösungen für die gewählte Problemstellungen, die in verschiedener Hinsicht über den schulischen Unterricht hinausgehen.
Nach einer Online-Bewerbung gegen Ende der Jahrgangsstufe 12 und einem darauf folgenden Auswahlverfahren durch die Veranstalter erhielt ich nach einiger Zeit die erfreuliche Nachricht, dass ich zu den 100 ausgewählten Schülerinnen und Schülern zählen würde. Nach diversen Änderungen in den Projekten – so fielen zum Beispiel einige meiner gewählten Favoriten weg – kam ich schließlich in das Projekt „OOP-Spiele“ unter der Leitung von Georg Kubitz.
BildDa die verschiedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterschiedliche Vorkenntnisse besaßen und eine gemeinsame Grundlage für die kommende Arbeit gelegt werden sollte, wurden zunächst die Grundlagen der OOP (Objektorientierte Programmierung) erläutert. Allerdings blieb es natürlich nicht dabei. Schnell konnten tiefgreifendere Inhalte, wie zum Beispiel die Vererbung – eines der grundlegenden Konzepte der Objektorientierung, die in der Schule leider oft zu kurz kommt – behandelt werden. Neben diesen eher theoretischen Gruppensitzungen kam die Praxis natürlich nicht zu kurz. In verschiedenen Beispielen und Übungen wurde das – für einige neue – Wissen angewendet und vertieft. Am Ende wurde in der gesamten Gruppe gemeinsam ein größeres Projekt bearbeitet: die Implementierung eines einfachen Computerspiels (Pacman). Insbesondere in dieser Arbeit wurde die Arbeit im Team an einem größeren Projekt geübt, wie sie später im Berufsleben Alltag ist. So mussten zu Beginn genaue Absprachen getroffen werden: Wie soll das konkrete Spiel aussehen? Wer macht was? Wie soll die Realisierung aussehen? Es wurde ein verbindliches Klassendiagramm erstellt, um unnötige Probleme beim Zusammenfügen der einzelnen Module zu verhindern. Am Ende konnte ein lauffähiges Programm „präsentiert“ werden. An dieser Stelle sei auch Herrn Kubitz gedankt, der uns mit seiner freundlichen Art immer helfend zur Seite stand.
Natürlich stand neben der Gruppenarbeit auch noch vieles andere auf dem Programm. In Vorträgen über Berufsmöglichkeiten im Umfeld der Mathematik und Informatik, das Informatik-Studium an der Universität in Dortmund oder auch den Bundeswettbewerb Informatik wurden weitere Informationen gegeben – in einer „Mini-Vorlesung“ über Unendliche Summen erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sogar bereits einen Vorgeschmack auf das Mathematikstudium. Außerdem gab es eine Stadtführung durch Münster und durch den Mühlenhof, ein Freilichtmuseum in Münster, mit anschließendem zünftigen Abendessen.
BildAm Ende der Woche konnten alle Projektgruppen ihre Arbeit in den Räumlichkeiten der GAD präsentieren, indem sie einen kleinen Stand vorbereiteten. Einige Gruppen durften dies sogar in einem Vortrag vor allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern tun. Somit erhielten alle die Möglichkeit, sich die Arbeit der anderen Gruppen anzuschauen, wozu während der Arbeitsphasen nur wenig Zeit blieb.
Insgesamt ist die Schülerakademie nur zu empfehlen. Neben den fachlichen Inhalten ist es interessant, mit so vielen Gleichaltrigen mit ähnlichen Interessen zusammen zu sein. Eine rundum gelungene Veranstaltung.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei Frau Nicolin-Sroka und Herrn Taake bedanken, auf deren Vorschlag ich mich für die Schülerakademie bewerben durfte (es können sich maximal 2 Schüler einer Schule bewerben). Außerdem seien die citeq, die die technische Ausrüstung zur Verfügung gestellt hat, und die GAD genannt. Eine besondere Anerkennung gilt auch dem Organisationsteam bestehend aus Focke Eschen, Malte Reuter und Eckhard Löbbert.

   
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