SMIMS 19.10.2013

Die SMIMS 2013

Dieses Jahr fand zum 13. Mal die „Schülerakademie für Mathematik und Informatik in Münster“ (SMIMS) statt. 100 Schülerinnen und Schüler der Q2 aus NRW fanden sich am 23.09.2013 gegen 10 Uhr im Jugendgästehaus am Aasee in Münster ein, um eine tolle und sehr erlebnisreiche Woche zu verbringen.

Projektbetreuer: Renate Thies, David Tepaße Teilnehmer/innen:Timo Hansmann, Arthur Graf, Leonie Geyer, Henning Barenbrügge, Hannah Kuckling, Jonas Schumacher

 

Bei unserer Anmeldung im Juni haben wir verschiedene Projekte vorgestellt bekommen, in denen wir die Woche über arbeiten sollten. Ich hatte mich für das Projekt „Das eingebettete Orchester“ beworben und auch einen Platz bekommen. In diesem Projekt, so hieß es, sollten wir aus LegoMINDSTORMS-Robotern ein „Orchester“ zusammenstellen. Die Roboter sollen Instrumente spielen können und von einem Dirigenten-Roboter geleitet werden.

Nach der Eröffnung der Schülerakademie fanden wir uns in den Projektgruppen zusammen. In meiner Gruppe waren wir zu sechst: Leonie, Jonas, Arthur, Henning, Timo und ich plus unsere Projektleiter Renate Thies und David Tepaße. Wir hatten wir ein wenig Zeit, die anderen aus unserer Gruppe etwas kennen zu lernen. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit in das Funktionswesen der Roboter und der Programmiersoftware ROBOTC ging es los. Für mich, die mit LegoMINDSTORMS noch nie gearbeitet hatte, war es Neuland, doch mit Hilfe des Internets und meiner Gruppenkollegen konnte ich mich sehr schnell zurechtfinden. Nach dem Mittagessen haben wir dann mit dem Bau unserer Roboter angefangen. Als Instrumente hatten wir ein Glockenspiel, ein Klavier, eine Rassel, eine Kuhglocke und eine Gitarre zur Verfügung. Wir widmeten uns den Robotern für das Glockenspiel, die Gitarre und das Klavier. Am Abend hatten wir dann unsere ersten Prototypen vorzuweisen. Der Glockenspiel-Roboter war schon fertig gebaut und programmiert, während die anderen Roboter komplexer waren und noch nicht ganz funktionstüchtig.

Am Dienstagvormittag nahmen Jonas und ich uns dem „Schlagzeug-Roboter“ an, der die Kuhglocke und die Rassel spielen konnte. Die anderen arbeiteten weiter an den Robotern für die Gitarre und das Klavier. Nach dem Mittagessen stellten sich die Unternehmen Bertelsmann und GAD vor mit Angeboten für Duale Studiengänge. Abends wurden alle Teilnehmer durch das Mühlenhof-Freilichtmuseum geführt, wo wir auch ein echt westfälisches Abendbrot genießen konnten: „westfälische Landschildkröte“ (im Ganzen gebackener Schweineschinken) mit Sauerkraut und Brot, zum Nachtisch gab es Rote Grütze mit Vanillesoße.

Am Mittwochvormittag stand wieder das Projekt an. Der Klavier-Roboter bekam den letzten Schliff, der Gitarren-Roboter war bei seiner dritten Version angelangt und der Dirigent wurde gebaut. Nach dem Mittagessen gingen alle in das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Münster, wo die Unternehmen Bertelsmann, GAD, Phönix-Contact, ZEB und IMST ein Speed-Dating anboten, bei denen ein Bewerbungsgespräch simuliert wurden. Diejenigen, die nicht aktiv teilnehmen konnten, saßen dabei und sollten dem „Bewerber“ ein Feedback geben. Der Abend war „zur freien Verfügung“, was für die meisten (und auch für mich) bedeutete, sich die Innenstadt am Abend anzuschauen.

Der Donnerstag war fast ausschließlich für das Projekt gedacht. Nur am frühen Nachmittag stellten sich die Universitäten Münster, Dortmund, Gelsenkirchen und Aachen vor. Dabei was der Fokus auf das Informatik- und Mathematikstudium gelegt. Nach den Univorstellungen ging es wieder in die Projektarbeit, wo wir nun das Orchester zusammengeführten. Der Dirigent steuerte zunächst nur einzelne Instrumente, doch letztendlich gelang es, dass alle Instrumente „Alle meine Entchen“ ziemlich synchron spielten. Für die Abschlussveranstaltung am Freitag hatten wir geplant, einen Film zu drehen. An den anderen Tagen hatten wir bereits das Eine oder Andere gefilmt, der Großteil jedoch wurde am Donnerstag erstellt. Zudem musste der Film geschnitten und mit passender Musik hinterlegt werden. Am Abend mussten wir noch die Roboter auseinander bauen, die Baukästen sortieren und die Roboter in ihrer ursprünglichen Form wieder aufbauen, was einen großen Zeitaufwand forderte. Zu guter Letzt bauten wir die Computer mit Zubehör ab und brachten sie in den Abstellraum. Wir waren so gegen ein Uhr morgens fertig, doch der ersehnte Schlaf ließ noch auf sich warten: die Koffer mussten auch noch gepackt werden. Als ich dann um zwei Uhr endlich alle Aufgaben erledigt hatte, war ich noch allein im Zimmer, meine Mitbewohnerinnen waren in einer anderen Gruppe und kamen erst gegen halb vier ins Zimmer.

Am Freitag waren wir alle ziemlich müde, eine ganze Woche mit wenig Schlaf und viel Programm lag hinter uns. Die Abschlussveranstaltung in den Räumlichkeiten der GAD zeigte uns, womit sich die anderen Gruppen beschäftigt hatten. Entweder durch einen Stand mit Plakaten oder einer Präsentation erfuhren wir mehr über die anderen Gruppen, die sich unter anderem mit der Chaostheorie und der Mandelbrotmenge, der Programmierung eines Adventure-Spiels, Primzahlen, Kryptografie, Programmierung von Apps auf verschiedenen Betriebssystemen beschäftigt haben. Nach unserem Mittagessen klang die SMIMS aus, alle verabschiedeten sich und jeder fuhr nach Hause mit dem Gedanken an eine tolle Woche, die uns vielschichtig bereichert hat.

Text: Hannah Kuckling