Schülerakademie 2007 10.08.2007

Deutsche Schülerakademie 2007


Nicole Pflock (Jgst. 13) vertritt das GSN


Jedes Jahr bietet die  Deutsche Schülerakademie hochkarätige, mehrwöchige Seminarkurse zu verschiedensten Wissenschaftsgebieten an. Diese finden an verschiedensten Orten in ganz Deutschland statt. Wer sich dort ganz besonders hervorgetan und auch noch Glück hat, wird vielleicht sogar für die Studienstiftung des deutschen Volks vorgeschlagen.

Nicole Pflock, Schülerin der Jahrgangstufe 13; wurde vom Gymnasium Schloß Neuhaus für die DAS ausgewählt  und erhielt im Zeitraum vom 26. Juli bis zum 11. August 2007 die Möglichkeit eines tieferen Einblicks in die Welt der Formeln der Wirtschaft an der Schülerakademie Roßleben gegeben. Sie berichtet von ihren Erfahrungen und Erlebnissen:


Die Klosterschule Roßleben liegt in Thüringen an der Grenze zu Sachsen-Anhalt,
unweit von Weimar, Eisleben, Halle, Erfurt und Leipzig


Im Sommer 2007 erhielt ich das einmalige Angebot meiner Schule an der Deutschen Schülerakademie teilzunehmen. Innerhalb des Bewerbungsverfahrens entschied ich mich für einen wirtschaftlich und mathematisch ausgerichteten Kurs, der in der Schülerakademie Roßleben stattfinden sollte. Einige Wochen vor dem Beginn der Akademie erhielt ich bereits einen Stapel mit Informationsmaterial, und meine zukünftigen Kursleiter begannen Referate zu verteilen. Somit fing die Vorbereitung für den Kurs bereits einige Wochen zuvor an.


Eine Mischung aus Aufregung und gespannter Erwartung begleitete mich während der langen Zugreise zu der Schülerakademie Roßleben. Umso begeisterter war ich, als ich auf der letzten Etappe meiner Reise auf mehrere Teilnehmer stieß, und wir den Rest der Strecke plaudernd zusammen zurücklegten. In dem Internat (Klosterschule) in Roßleben angekommen, wurden die schweren Koffer schnell auf die Zimmer gebracht, Schlüssel und Namensschilder verteilt, und dann ging es direkt los mit der Rallye. Dazu fand man sich mit 3-4 weiteren Teilnehmern zusammen, erkundete gemeinsam das Gelände und lernte sich so schnell besser kennen. Nach dem Abendessen ging es dann richtig los. Plenum mit allen Kursteilnehmern, indem wir einen groben Überblick über den Verlauf der Akademie erhalten sollten. Der Tag begann nach dem Frühstück mit dem Plenum. Dort wurde alles Wichtige besprochen, über die aktuellen Nachrichten informiert, eventuelle Fragen beantwortet und den Geburtstagskindern gemeinsam gratuliert. Danach war noch genügend Zeit, alle an dem Tag angebotenen KüAs, die sog. kursübergreifende Angebote, kurz vorzustellen. Jeder Teilnehmer hatte hier die Möglichkeit anzubieten, was er kann. Die Angebote meiner Akademie reichten von Friesenrock, Improvisationstheater, Orchester und Chor, Kickboxen, Tennis, einem Debattierklub bis hin zu diversen SprachküAs (u.a. Chinesisch, Schwedisch, Arabisch und Hebräisch), Frisbee und Volleyball. Das Orchester und der Chor wurden hierbei von einem eigens dafür zur Verfügung stehenden Musiker geleitet.  Nach dem Plenum begann die Arbeit in den jeweiligen Kursen. Im Mittelpunkt meines Kurses (Formeln der Wirtschaft) standen zwei nobelpreisprämierte Arbeiten aus der mathematischen Finanztheorie. In der ersten Woche wurde der Inhalt der Arbeiten von Markowitz und Sharpe zur Frage der optimalen Portfolioauswahl erarbeitet. Den Schwerpunkt in der zweiten Woche bildetet die Bewertung von Optionen und anderen Derivaten im Black-Scholes-Modell. Jeder Teilnehmer hatte schon - wie gesagt - vor der Akademie Material bekommen und für die Aufgabe ein Teilthema als Präsentation vorzubereiten. Das Referat bildete dann die Grundlage für weitere Erklärungen durch unsere beiden Kursleiter und für Übungen mit Excel oder auch mit Papier und Bleistift. Während des gesamten Kurses schafften es unsere Kursleiter, uns immer wieder neu zu begeistern, uns anschaulich die schwierigsten Sachverhalte zu erklären und uns durch ihre besonders offene und lockere Art über so manche kurze Nacht hinwegzuhelfen.



Um 12.15 Uhr begann in der Regel das Mittagessen. Danach folgten die angebotenen KüAs. Nach einer Pause mit Kaffee und Kuchen wurde die Kursarbeit fortgesetzt;  nach dem gemeinsamen Abendessen um 18.45 Uhr war wieder genügend Zeit für gemeinsame Aktivitäten.

Aufgelockert wurde der Akademiealltag durch einen Exkursionstag, wahlweise eine Kanutour, ein Tagesausflug nach Weimar mit einem Besuch im Goethehaus, einer Besichtigung des Konzentrationslagers Buchenwald mit anschließender Fahrt nach Weimar oder einer Firmenbesichtigung, einem gemeinsamen Volleyballturnier mit anschließender Party, drei Ausschlaftagen und einem gemeinsamen Grillabend. Für weitere Abwechslung sorgte das Abschlusskonzert von Chor und Orchester sowie der Rotationstag.. Dort präsentieren sich die Kursteilnehmer der unterschiedlichen Kurse in kleineren Gruppen gegenseitig das, was im jeweiligen Kurs erarbeitet wurde. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer bunter Abend mit anschließender Party, für den sowohl Kursteilnehmer wie auch Kursleiter u.a. Sketche, Shows und Musikeinlagen vorbereitet hatten. Nach dem Ende der Akademie bot der CdE, der Club der Ehemaligen, die Möglichkeit, sich wieder zu treffen und mit den anderen in Kontakt zu bleiben.



Insgesamt kann ich sagen, dass die Akademie eine tolle Erfahrung für mich war. Die Mischung aus Lernen und Freizeit war genau richtig gewählt. Der Kurs selber hat mir sehr in der Frage nach meiner beruflichen Zukunft weitergeholfen, und während der Freizeit blieb genug Gelegenheit, um auszuspannen, neue Leute kennen zu lernen und gemeinsam etwas zu unternehmen.

Unsere Schule ermutigt begabte und außerhalb wie innerhalb der Schule und des Unterrichts engagierte Schülerinnen und Schüler, sich in Abstimmung mit der Oberstufenleitung für die Deutsche Schülerakademie zu bewerben.


Bildergalerie


Bericht und Fotos: Nicole Pflock
Einleitungstext: Rainer Sroka
Gestaltung: Nelli Schachtschneider