Ciao, Silvia! Unsere italienische Gastschülerin kehrt in ihre Heimat zurück


Ciao, Silvia!
Unsere italienische Gastschülerin
 kehrt in ihre Heimat zurück

Silvia Divina hat nicht nur einen wohlklingenden, sympathischen Namen, sie ist auch eine charmante und bescheidene Persönlichkeit, die sich am GSN nur Freunde gemacht hat.
Ursprünglich wollte Silvia nur 3 Monate in Deutschland verbringen, doch dann gefiel es ihr in ihrer Gastfamilie und bei ihrer Gastschwester Daniela so gut, dass sie einfach noch weitere 3 Monate drangehängt hat.
Vielleicht lag die Verlängerung auch an ihrer Schule, dem Gymnasium Schloß Neuhaus, wo ihre Vorliebe den Fremdsprachen galt. Fremd war ihr nicht die deutsche Sprache, denn die war ihr aus ihrer Heimatstadt Bozen vertraut - und auch hier in Paderborn war ihr der ostwestfälische Einschlag ganz bald ganz und gar nicht mehr fremd. Nur so dann und wann setzte sich ihr italienischer Akzent doch ein wenig durch.
Silvia sah man niemals böse oder schlecht gelaunt, stattdessen immer offen und freundlich. Einfach nett. Diese Eigenschaften und ihre guten Deutschkenntnisse würdigte auch der Schulleiter Herr Gödde bei der Verabschiedung von Silvia in seinem Dienstzimmer.

 
 
So gab sie sich auch in ihrer Volleyball-Mannschaft beim TSV Schloß Neuhaus, wo sie als gelernte Mittelblockerin schnell Anschluss fand
Sie selbst weiß und sagt es auch ganz offen, dass ihr der Aufenthalt in Deutschland und speziell in Schloß Neuhaus viel gegeben hat. Ihr eigentliches Ziel, ihre deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern, hat sie weit übertroffen. Nicht nur der Kontakt zu Gleichaltrigen im GSN und außerhalb der Schule, sondern vor allem auch die Unternehmungen mit ihrer Gastfamilie Hesse in die Metropolen des Westens, in Museen, zu Sportveranstaltungen und Konzerten haben sie mit unserer Kultur und unserer Lebensart in der Mitte Deutschlands vertraut gemacht. Weihnachten, Silvester und der 18. Geburtstag nicht mit der eigenen Familie, sondern im fernen Paderborn zu feiern, war nicht einfach, hat ihr aber größeres Selbstbewusstsein verliehen.
 
 
Ihre gastgebende Familie Hesse war von "ihrer Silvia" bzw. ihrer "4. Tochter", wie die Gasteltern sie liebevoll nannten, ganz angetan. Alle sind sie ein wenig traurig, dass Silvia nicht mehr ihr Familienleben bereichert. Aber die tiefe Freundschaft mit allen wird erhalten bleiben. Außerdem: Schon bald wird es ein Wiedersehen in Bozen geben. Und ein Treffen in Schloß Neuhaus ist für das laufende Jahr auch schon fest eingeplant.
 

 

Die italienischen Gäste im Schuljahr 2006/2007 zu Beginn ihres Aufenthaltes

Chiara ist nach 3 Monaten schon wieder zu Hause bei ihrer Familie ist und fährt in der Nähe von Bozen Ski.

Silvia kehrt in diesen Tag in ihre Heimat zurück; vorher spielt sie noch einmal in ihrer Schloß Neuhäuser Volleyballmannschaft um Punkte. Nach einem halben Jahr nehmen sie und die gastgebende Familie mit Wehmut voneinander Abschied.

 
Die letzten Tage in Schloss Neuhaus
 
Foto: Eva Nicolin-Sroka  

Text: Rainer Sroka

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