Judith Barwinsky an der Dionysius Schule

Der Lehrer-Beruf: mehr als nur  Unterrichten!

Die Arbeit eines Lehrers:
Erfahrungen während meines Praktikums in der Jahrgangsstufe 12
an der Dionysius Grundschule in Elsen



Ich vor dem ehemaligen Eingang der Dionysiusschule in Paderborn-Elsen

Für zwei Wochen wurde mir die Gelegenheit gegeben, mich in den Alltag einer Grundschullehrerin hineinzuversetzen. Vom Zuschauen beim Unterricht, über die Beaufsichtigung bei Stillarbeit und in den Pausen, bis hin zum Mittagessen und den Beschäftigungen am Nachmittag mit den Kindern in der Betreuung: So stand ich sowohl während des Unterrichts oder auch in der Betreuung am Nachmittag für Fragen zur Verfügung. Das ist eben der Alltag an einer Ganztags-Grundschule.
Von der Unterrichtsvorbereitung, den Konferenzen, den Elterngesprächen etc. war ich in diesen zwei Wochen natürlich entbunden.

Interessant und neu war für mich, das Leben in der Schule einmal von der anderen Seite zu sehen. So war ich beispielsweise in den großen Pausen nicht auf dem Schulhof, sondern hielt mich oft im Lehrerzimmer auf. Im Lehrerkollegium herrscht eine fröhliche, entspannte Atmosphäre; es wurde locker miteinander umgegangen und oft die Vorkommnisse mit den Schülerinnen und Schülern diskutiert. Ich selber wurde sehr nett aufgenommen und konnte jeden ansprechen, wenn ich Fragen hatte oder Einzelheiten über den Beruf mit seiner enormen Bandbreite wissen wollte.



Vor der nachmittäglichen Betreuung

Bei den Kindern fiel mir auf, dass sie sofort Vertrauen zu mir fassten und gleich ihre neuen Erlebnisse erzählen mussten. Jedoch waren nicht alle Kinder, die ich an der Schule angetroffen habe, so zutraulich, freundlich und aufgeschlossen. Einige, Erstklässler wie auch Ältere, kamen mit schnippischen und frechen Bemerkungen, sodass man wissen musste, wie man sich durchsetzt. Aber solche Situationen standen zum Glück nicht an der Tagesordnung, und mit den meisten Kindern war dann doch gut umzugehen.

Ein Tag war für die Kinder - und auch für mich - besonders spannend, als ein Ausflug zu der Hauptstelle der PaderSprinter stattfand, um dort die "Busschule" zu absolvieren. Dort erfuhren die Kinder, wie man sich beim Einsteigen, während der Busfahrt und schließlich beim Aussteigen zu verhalten hat. Das wurde natürlich auch ganz praktisch geübt.



"Kleine Pause" - gleich geht's im Klassenzimmer weiter.
 

Was ich abschließend noch bemerken möchte, ist, dass sich leider keine Gelegenheit mehr ergab, eine eigene Unterrichtsstunde zu halten, da ich zum Ende des Praktikums erkrankt bin. Das war zwar etwas schade, aber alles in allem war dieses Praktikum für mich eine Zeit mit positiven, neuen Erfahrungen und im Hinblick auf meine spätere Berufswahl sehr hilfreich.

Text/Gestaltung: Judith Barwinsky