Frank Wiedra bei der Kreispolizeibehörde


Polizei NRW

Praktikum bei der Kreispolizeibehörde Paderborn

In der Zeit 22. bis 26. Januar 2007 habe ich im Rahmen der Berufsorientierungswochen ein Praktikum bei der Kreispolizeibehörde Paderborn gemacht. Die Verfolgung und Verhütung von Straftaten, die Aufnahme und Bearbeitung sowie die Verhinderung von Verkehrsunfällen sind die wesentlichen Tätigkeitsbereiche der Kreispolizeibehörde und ihrer Mitarbeiter. Während meines Praktikums stellte ich fest, dass Bürgernähe und Verfügbarkeit die ständigen Ziele der Behörde sind. Die Gewährleistung dieser Ansprüche erfüllen die beiden Abteilungen Gefahrenabwehr/ Strafverfolgung und Verwaltung/Logistik. Die Kreispolizeibehörde unterteilt sich in die Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz, die Direktion Kriminalität, die Direktion Verkehr, den Abteilungsstab und die Dezernate der Abteilung Verwaltung/Logistik. In der Praktikumswoche hatte ich die Gelegenheit, Erfahrungen in den wesentlichen Bereichen der Polizeiarbeit zu sammeln. So konnte ich mir einen Eindruck von den Aufgaben der Pressestelle, des Bürger-Services, des Leitstandes, des Verkehrsdienstes, des Bezirksdienstes und des Wachdienstes machen.

Kreispolizeibehörde Paderborn Hinterhof
Der Eingangsbereich der Kreispolizeibehörde und der Hinterhof.

Der mir schon im Vorfeld des Praktikums zugesendete Praktikumsplan beinhaltete für den ersten Tag die Arbeit in der Pressestelle und die Arbeit des Brüger-Services an der Pforte im Eingangsbereich. Aufgabe der Pressestelle ist es, wesentliche Informationen der Polizei an die Medien weiterzugeben. Ich bekam die interessante Aufgabe, selber Artikel für die Zeitung zu verfassen, die auch am nächsten Tag in den lokalen Tageszeitungen abgedruckt waren. Anderer Art ist die Tätigkeit der Mitarbeiter des Bürger-Services an der Pforte der Behörde. Ankommende Anrufe, die keine Notrufe sind, sowie ankommende Bürger werden von hier weiter in die Polizeibehörde geleitet.

Den zweiten Tag des Praktikums verbrachte ich auf dem Leitstand der Kreispolizeibehörde. Für mich persönlich war dies der interessanteste Tag, was vor allem an dem außergewöhnlichen und spannendem Tagesgeschehen lag. So war der Leitstand den Vormittag über mit vielen alltäglichen, aber auch nicht alltäglichen Situationen voll ausgelastet. Morgens bekam ich zunächst eine umfangreiche Einweisung in die Aufgaben des Leitstandes, wonach ich bis zum Mittag die Polizeibeamten bei ihren Tätigkeiten beobachten konnte. Auf dem Leitstand treffen die von den Bürgern abgesetzten Notrufe ein, auf die dann entsprechend reagiert wird. Der Leitstand gehört daher mit zum „Herzstück“ der Kreispolizeibehörde, von dem aus die wichtigsten Vorgänge geleitet werden. Dem entsprechend ist der Leitstand auch mit anderen Behörden (z.B. Einwohnermeldeamt) und den anderen polizeiinternen Abteilungen vernetzt.

Leitstand Konferenzraum
Ein Arbeitsplatz auf dem Leitstand und der anliegende Konferenzraum.

Zur Zeit meines Praktikums hatte der Verkehrsdienst seinen Sitz noch in Salzkotten, heute ist er in der Schloß Neuhäuser Polizeiwache untergebracht. Den Praktikumstag über führten die Polizeibeamten allgemeine Verkehrskontrollen und Geschwindigkeitskontrollen im Raum Delbrück und im Raum Salzkotten durch, eine interessante Aufgabe, bei der das Zuschauen trotz der klirrenden Kälte sehr viel Spaß machte.

Nicht minder interessant war es auch im Wachdienst. Kurz nach Dienstbeginn am nächsten Tag hatte ich zunächst die Gelegenheit, an einer Tagesbesprechung der wachdiensthabenden Polizeibeamten teilzunehmen. Danach durfte ich mit zwei Beamte auf Streife durch die Paderborner Innenstadt fahren. Schnell gewöhnte man sich an das Gefühl, auf der Rückbank des Streifenwagens zu sitzen und von den übrigen Menschen im Straßenverkehr beäugt zu werden.

Gleichermaßen verhielt es sich auch auf der Streifenfahrt mit dem Bezirksdienst Schloß Neuhaus. Der Kreis Paderborn ist in 16 Bezirke aufgeteilt, jeder wird von einem Polizeibeamten verwaltet. Seine Aufgabe ist es, den Kontakt zu der im Bezirk lebenden Bevölkerung zu pflegen und innerhalb des Bezirkes für Recht und Ordnung zu sorgen. Aufgrund von regelmäßigen Geschwindigkeitsverstößen an der Sennelager Grundschule, welche in dem Bezirk Schloß Neuhaus liegt, führten wir hier Geschwindigkeitskontrollen durch. Auf diese Weise kümmert sich der bezirkbetreuende Polizeibeamte um die „kleinen“ lokalen Probleme.

Wache Polizeimotorrad
Die Polizeiwache im Eingangsbereich und geparkte Streifenwagen auf dem Hinterhof.

Die Woche bei der Kreispolizeibehörde Paderborn hat mir sehr großen Spaß gemacht. Der gut zusammengestellte Praktikumsplan machte es möglich, dass ich in nur einer Woche eine Fülle von Eindrücken zum Beruf des Polizeibeamten und auch zur inneren Struktur der Polizei selber gewinnen konnte. Schon jetzt kann ich sagen, dass ich mich für das Jahr 2008 bei der Polizei bewerben werde. Ich sehe das Praktikum als sehr wertvoll an und kann anderen Jugendlichen ein Praktikum bei der Polizei sehr empfehlen. Besonderen Dank richte ich an alle Polizeibeamte der Kreispolizeibehörde, die mir bei Fragen immer kompetent zur Seite standen. Mein besonderer Dank geht an den Einstellungsberater der Polizei, Herrn Heribert Gödde, der die Praktikumswoche für mich organisiert hat und sich auch Zeit nahm, nachträglich mit mir Bilder für diese Internetpräsentation zu machen.

 

Text und Bilder: Frank Wiedra