Praktikum in einer Werbeagentur

Berufsorientierungswochen am GSN 2002

Zwei Wochen Praktikum in einer Werbeagentur

Ich habe mein zweiwöchiges Praktikum in der TRUST Communication GmbH verbracht. Das ist ein kleines Unternehmen mit zwölf Mitarbeitern direkt am Riemeke Park in Paderborn. Diese Werbeagentur beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Erstellen von Layouts, der Anfertigung von Reinzeichnungen für die Druckerei, der Kundenbetreuung und der damit verbundenen Umsetzung ihrer Wünsche. So werden dort z.B. Verlegeanleitungen für die Firma Witex oder Websites für die Firma Trilux angefertigt. Um das alles umsetzen zu können, hat die TRUST Communication GmbH Verbindungen zu Druckereien, PRAgenturen und Programmierern. Die Mitarbeiter arbeiten als Grafik-Designer/in, Mediengestalter/in für Digital und Printmedien oder Werbekaufmann/frau.

Als Voraussetzung für die Arbeit in einer Werbeagentur ist Kreativität, ein sogenanntes "gestalterisches Auge", Geduld, Ausdauer, Gründlichkeit, Freundlichkeit gegenüber den Kunden und der Umgang mit entsprechenden Grafikprogrammen wichtig. Welche Grafikprogramme verwendet werden, ist von Agentur zu Agentur verschieden. Die TRUST Communication GmbH arbeitet mit den Programmen "Freehand", "Adobe Photoshop" und "Quark Xpress", um ihre Aufträge umzusetzen. So durfte auch ich mich natürlich während meines Praktikums an diesen Programmen versuchen. Allerdings habe ich mich nur mit "Freehand" und "Photoshop" beschäftigt. Es dauert schon eine gewisse Zeit, bis man sich in den Programmen einigermaßen zurecht findet, doch das ist in jedem anderen Programm genauso.

Ich habe für den Anfang einige leichte Aufgaben umgesetzt wie z.B. das Erstellen von Visitenkarten und Einladungen oder das Verändern von Fotos. An einem richtigen Auftrag konnte ich nicht mitwirken, da das auf Grund meiner zu geringen Kenntnisse zu viel Zeit in Anspruch genommen hätte. Trotzdem war es sehr interessant zu sehen, wie die Mitarbeiter die Vorgaben der Kunden im Endeffekt umgesetzt haben. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die gesamte Stimmung in dem Betrieb. Die Mitarbeiter haben sich untereinander bestens verstanden, wodurch dort ein gutes Arbeitsklima herrschte. Das ist nicht bei jeder Firma der Fall. Außer den Mitarbeitern beim Umsetzen der Vorgaben zuzusehen, habe ich ihnen bei dem Bau von sogenannten "Dummies" geholfen. Das sind Anschauungsobjekte für die Druckerei bzw. für das Archiv. So müssen zum Beispiel die fertigen Produkte entsprechend präpariert werden, damit sich die Druckerei ein Bild davon machen kann, wie das endgültige Endprodukt aussehen soll.

Ich bin froh, dass ich die Chance hatte, mein zweiwöchiges Praktikum in diesem Betrieb zu verbringen, denn es hat mir auf jeden Fall einen realistischen Einblick in das Berufsfeld der Werbung gegeben, auch wenn es nur in einem (verständlicherweise) beschränkten Rahmen möglich war. Außerdem gibt es viel zu viele verschiedene Bereiche, in denen eine Werbeagentur tätig sein kann, als dass man alle abdecken könnte. Denn fast jede Agentur spezialisiert sich auf etwas anderes. Inwieweit dieses Praktikum Auswirkungen auf meine zukünftigen Berufsvorstellungen bzw. -wünsche haben wird, kann ich im Moment noch nicht sagen. Das wird sich erst später herausstellen, wenn ich mich über weitere Möglichkeiten informiert habe. Deshalb wäre auch ein zweites Praktikum von Vorteil für die Berufsfindung. Ich kann jedem, der sich für das Berufsfeld der Werbung interessiert, nur dazu raten, ein solches Praktikum zu machen.

Text und Fotos: Nadine Albrecht
Gestaltung: Tobias Böger