Schüler-Medienberater

Internet, soziale Netze, Cybermobbing, Handy, Spielesucht

Seit 2013 schaffen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 als Medienberater in allen 6. Klassen an zwei Tagen ein Bewusstsein und eine Sensibilisierung für den Umgang mit den allgegenwärtigen und somit gar nicht mehr so „neuen“ Medien. Hierbei werden den Oberstufenschülern durch ein Lehrerteam unter der Leitung des Medienberaters am GSN aktuelle Materialien bereitgestellt, um dann nach weiterer Recherche die Präsentationen für die Unterstufenschüler zu aktualisieren. Neue Informationen und Kenntnisse können so in jedem Jahr aktuell vermittelt werden. Die Oberstufenschüler des Vorjahres stehen im Folgejahr bei der Vorbereitung und auch bei der ersten Durchführung des Projekts ihren Nachfolgern beratend zur Seite.

Die Bausteine des Projekts sind z.B. das Internet und seine rechtlichen Implikationen wie Urheberrecht an Musik-, Text- und Bildmaterial, Persönlichkeitsrechte am (Handy-)Foto und der Umgang mit persönlichen Daten, aber auch das Agieren in den aktuell genutzten sozialen Netzwerken. Hier wurde schon ein Wechsel vom früheren Favoriten Facebook hin zu WhatsApp und Instagram vollzogen. Im Baustein Cybermobbing, der ein fester Bestandteil des Projekts ist, wird durch anschauliche Beispiele bewusst gemacht, wo Mobbing anfängt, welche Folgen es hat und wie man reagieren kann, wenn im eigenen Umfeld Cybermobbing stattfindet. Im Modul „Handy“ stehen neben sicheren Handyeinstellungen auch Apps und deren Hintertüren im Fokus. In-App-Käufe, Abofallen und Datensammler werden enttarnt. Die Bildschirmsucht-Gruppe stellt schließlich Fragen zum eigenen Bildschirmverhalten, zeigt anhand von Fragebögen auf, ob das eigene Verhalten schon bedenklich ist, und erklärt die verschiedenen Bewertungssysteme für Computerspiele.

Die Schüler-Medienberater stehen auch nach den Projektstunden für Fragen per Mail oder auch für zusätzliche Einsätze auf Anforderung von Kollegen zur Verfügung.

Im Vorfeld des Projekts werden die Eltern der sechsten Klassen über die Inhalte und Zielsetzungen des Projekts informiert und angehalten, mit ihren Kindern gemeinsam über die Inhalte zu sprechen. So kann ein weiteres Verständnis für notwendige Verhaltensregeln im Umgang mit der Technik auf beiden Seiten gefördert werden.

Langfristig ist eine eigene Veranstaltung für Eltern geplant, in der sowohl die Inhalte aus den Schülermodulen in veränderter Form vermittelt werden als auch Zusatzinformationen zur Vermeidung juristischer Folgen des Internetgebrauches durch Minderjährige gegeben werden sollen.
Text: S. Buschfeld