Regionalakademie OWL 2017 11.09.2017

OWL-Akademie 2017 Meeresbiologie

 Im Rahmen der OWL- Akademie 2017 nahm ich im März dieses Jahres am Workshop „Meeresbiologie und Gewässeruntersuchung“ an der Uni Bielefeld teil. Der Workshop fand für Siebt- bis Neuntklässler an zwei Freitagen jeweils von 9-16 Uhr statt. Für das Thema „Meeresbiologie“ habe ich mich entschieden, da ich die Unterwasserwelt sehr interessant und spannend finde und gerne in einer Gruppe mit anderen Schülern zusammen experimentiere.

Während des von Biologiestudenten betreuten Workshops, lernte ich zusammen mit 15 Schülerinnen und Schülern viel darüber, womit sich die Meeresbiologie befasst: die Weltmeere, ihre vielseitigen Bewohner, aber auch, inwiefern der Klimawandel und die durch Menschen verursachte Umweltverschmutzung die Meere bedroht.

Zunächst bekam jeder Teilnehmer ein „Forscherheft“, in das Skizzen, Beobachtungen und wichtige Ergebnisse eingetragen wurden. Anschließend wurden wir in Gruppen eingeteilt, in denen wir dann verschiedene Stationen zu besonderen Tieren und deren Überlebenstricks im Meer bearbeitet haben. Besonders gefallen hat mir dabei, dass es an jeder Station ein aufwändiges Experiment gab, da das Lernen durch praktische Aufgaben viel kurzweiliger und einfacher ist – wir haben mikroskopiert, gebastelt, gekocht und sogar mit lebenden Hummern und Krebsen aus der Meerwasseranlage gearbeitet. In Verbindung damit haben wir geübt, ein Experiment wie Wissenschaftler zu dokumentieren: Aufbau, Skizze, Durchführung, Beobachtung, Deutung und Fazit. Am Ende jedes Experiments haben wir dann überlegt, wo uns die Überlebensweisen der Tiere und ihre Anpassungen im alltäglichen Leben begegnen, denn der Workshop beschäftigte sich nicht nur mit der Meeresbiologie sondern auch mit Bionik. Die Bionik ist eine Kombination aus Biologie und Technik und stellt sich die Frage, wie der Mensch Vorteile der Natur nutzen und auf seine Erfindungen wie Maschinen übertragen kann. So bewegen sich beispielsweise Roboterfinger mithilfe des Fin-Ray-Effekts, Rennautos werden stromlinienförmig wie Schnellfische konstruiert und als Vorbild für Zangen dienen die Kneifwerkzeuge von Hummern.

Zum Schluss hat jede Gruppe eine Erfindung konzipiert, welche die Weltmeere und deren Bewohner vor Verschmutzung, Versauerung und vor dem Aussterben schützt, denn auch für uns ist dies überlebenswichtig! Hier galt es, innerhalb der Gruppe kreativ zu sein und sich eine gute Arbeitseinteilung zu überlegen, um später das Ergebnis vorstellen zu können. Die Arbeit in der Gruppe hat mir ebenfalls viel Spaß gemacht, da man sich in den Pausen gut mit den anderen Gleichaltrigen austauschen und unterhalten konnte. Auch während der Experimente wächst man als Gruppe zusammen, was die Motivation und Freude am Projekt steigert.

Abschließend kann ich jedem, der sich für derartige Projekte interessiert, unbedingt empfehlen, an einem Workshop teilzunehmen, da man sowohl in dem jeweiligen Fachgebiet als auch in der Gruppenarbeit viel dazulernen kann!

Leonhard Kühle, 8b