Abschluss der Woche der Brüderlichkeit 12.03.2005

"Prüfet alles, das Gute behaltet"

Das GSN gestaltet den diesjährigen Abschluss 
der "Woche der Brüderlichkeit" 2005

"Prüfet alles, das Gute behaltet" (1. Thess. 5, 21). Diese Weisung des Apostels Paulus an die christliche Gemeinde in Thessaloniki war der Leitspruch der diesjährigen Abschlussveranstaltung zur "Woche der Brüderlichkeit", die traditionsgemäß im Paderborner Rathaus stattfand.

Das Gymnasium Schloß Neuhaus erhielt in diesem Jahr durch den Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V., namentlich durch Herrn Prof. Dr. Hubert Frankemölle, die ehrenvolle Aufgabe, die Feierstunde am 13. März 2005 im Historischen Rathaus Paderborn zu gestalten. Eine Woche zuvor hatte in Erfurt die zentrale Eröffnungsveranstaltung zur "Woche der Brüderlichkeit" stattgefunden, bei der Peter von der Osten-Sacken und das Institut Kirche und Judentum - nach Daniel Barenboim (2004) und Joschka Fischer (2003) zum Preisträger der Buber-Rosenzweig-Medaille 2005 gekürt wurde.


Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe unserer Schule hatten zusammen mit ihren Lehrern mit textlichen und künstlerischen Arbeiten eine würdigen Rahmen für die im Paderborner Terminkalender sehr wichtige Veranstaltung erarbeitet und gestaltet, der mit dem Lehrer-Eltern-Vokalkreis und einem Kammermusik-Duo noch verstärkt wurde. Am Ende der Feierstunde sprachen die Anwesenden dem GSN-Ensemble unisono ein großes Lob für ihre Gesamtleistung aus. Stellvertretend für alle mag die Äußerung von Prof. Frankemölle sein: "Ich habe in den zehn Jahren, die wir die Woche durchführen, noch nie erlebt, dass sich eine Schule in allen Klassen so engagiert hat wie in diesem Jahr."

Mit hebräischem Chorgesang hatte der Vokalkreis unserer Schule unter der Leitung von Herrn L. Fockenbrock die Feierstunde eröffnet. Im folgenden Grußwort der Stadt Paderborn wies das Stadtoberhaupt, Herr Heinz Paus, aus der politisch-historischen Perspektive heraus auf die enge Verknüpfung von Holocaust und Kriegsleid hin und mahnte zur Wachsamkeit gegen jedwede Bedrohung unserer Freiheit und Demokratie.

 


Nach einem weiteren Chorlied ("Ihr Mächtigen, ich will nicht singen") zeigten Kunst-Klassen aus der Jahrgangsstufe 8 (Leitung: Frau S. Stute) ihre Installation, die sich aus einem Kartenmeer von 1250 Schülerreaktionen aus das Motto "Prüfet alles, das Gute behaltet" bezogen, wobei das Gesamtbild der acht monumentalen Buchstaben das tragende Wort "Gemeinde" ergaben. Dialogische Assoziationen  von drei Mädchen der 8d begleiteten die Demonstration. 


Die sich anschließende Sprechcollage des Literaturkurses unter der Leitung von Herrn J. Dachner verklammerte die künstlerischen Beiträge miteinander. Dazu gehörte insbesondere die Installation der Klasse 8a,  unter der Leitung von Studienreferendar Georg S. Bee erarbeitet, die die Silhouette des "Himmlischen Jerusalem" darstellte.


Herr Prof. Frankemölle sorgte im Anschluss für die theologische Einordnung des Paulus-Mottos und zeigte einige gegenwärtige Vernetzungen mit Entwicklungen in Kirchen und Gesellschaft auf. Großen Beifall fand das Duo Tanja Grimminger (Klarinette, Jgst. 11) mit ihrem Musiklehrer Dietmar Ohm (Klavier), die 2 Sätze aus dem Opus 43 von W. Gade interpretierten. Herr Georg S. Bee erläuterte anschließend in einem kleinen Redebeitrag Idee, Entwicklung und Aussage der künstlerischen Arbeiten des GSN für diese Veranstaltung. Der Vokalkreis setzte mit dem Traditons-Spiritual "We shall overcome" den Schlusspunkt in einer würdigen Feierstunde.

Text: Rainer Sroka
Fotos:  Herr Jakobsmeier, Rainer Sroka
Gestaltung: Eva Nicolin-Sroka