Physikkurse besuchen das Forschungszentrum DESY in Hamburg 16.05.2016

Physikkurse des GSN besichtigen Deutschlands größten Teilchenbeschleuniger

Der Physik-LK und der Grundkurs der Jahrgangsstufe 11 des GSN machten sich unter der Führung von Herrn Koböke und Frau Schweizer am Pfingstmontag, den 16.05.2016, auf den Weg nach Hamburg, um das legendäre DESY zu besichtigen – Deutschlands größten Teilchenbeschleuniger sowie allgemeines Forschungsinstrument.  

Nach der ca. 5-stündigen Anreise per Zug machten sich die Schüler zunächst auf Erkundungsreise in Hamburg.  Dort gab es – trotz Feiertag – sehr viel zu entdecken:  Sei es das Miniatur Wunderland, das auf 1300 m² mit über 930 digital gesteuerten Miniaturzügen auf mehr als 15 km Miniaturgleisen mehr als einen Blick wert ist, oder das Hamburger Rathaus, welches sich mit 112 m Höhe beeindruckend ins Gedächtnis brennt. In Kleingruppen wurde Hamburg erobert!

Der Abend klang dann noch mit kommunikativen Gesprächsrunden sowie Gesellschaftsspielen wie zum Beispiel Tischtennis und Schach aus. Nach diesem langen Tag war es ein Segen, in den Betten zu liegen.

Der nächste Tag war angebrochen und nach einem revitalisierenden Frühstück machte sich die Gruppe von Physikern auf dem Weg zum großen DESY. Und “groß“ ist hier noch untertrieben: Alleine der Elektron-Proton-Speicherring für die Teilchenphysik – genannt “HERA“ – hat eine unglaubliche Länge von 6,336 km. 

Die Schüler wurden von einem Doktoranden der Physik durch die verschiedenen Anlagen auf dem Forschungsgelände geführt. Er konnte von seinen außergewöhnlichen Erfahrungen bei seiner Arbeit am DESY erzählen und weihte die Schüler in die Hintergründe zu diversen Experimenten ein. Der Gruppe wurde es gestattet, hautnah die mirakulösen Beschleuniger zu besichtigen, und mit eigenen Augen diese enormen Giganten der Physik zu Gesicht zu bekommen.

Was ist Antimaterie? Wie funktioniert ein Plasmabeschleuniger? Wie sind Quarks, die elementaren Bestandteile der Teilchenphysik, nachgewiesen worden?– Fragen, die das DESY beschäftigen und deren Hintergründe unsere angehenden Wissenschaftler nur wage erahnen konnten. Umso mehr war es ein großartiges Gefühl, diesen Einblick ermöglicht bekommen zu haben.

Nach dieser langen Reise machten sich unsere Erkunder wieder auf den Weg nach Hause, um sich nach dieser Wissensreise wieder der Schule zu widmen und ihren zu Hause gebliebenen Mitschülern ihre aufregenden Erlebnisse schildern zu können.

Text: Tim Wörmann