Big City Blues

Die Wurzeln der Jazzmusik

Big City-Blues


Der Big City-Blues ist eine weiterentwickelte Form des Blues, in der bereits Ein- flüsse des frühen Jazz zu erkennen sind. Durch diese Verschmelzung wurde der Blues von einer mit Folklore behafteten Gelegenheitsmusik zur Kunstform.

Hörbeispiel:  Bessie Smith: "The Yellow Dog Blues" (New York, 1925)

Bessie Smith, geb. 1894 in Chattanooga, Tennessee, begann ihre Karriere in einer Minstrel-Gruppe. Von 1919 an trat sie als Sängerin und Tänzerin in einer eigenen Show auf. Sie gehörte zu den höchstbezahlten Künstlern der damals weit verbreiteten Revues, die sich sogar eine eigene Begleitband leisten konnten. Sie machte von 1923 bis 1933 regelmäßig Schallplattenauf- nahmen in New York. Bessie Smith starb 1937 bei einem Autounfall.


formaler Aufbau:
   Keine Einteilung des
   Stücks in gleichwer-
   tige Strophen erkenn-
   bar, da die Melodie
   der einzelnen Chorusse
   variiert.
 instrumentales Vorspiel
 1.Thema:

 Zwischenstrophe
 2.Thema:


Strophe a
Strophe b

Strophe a
Strophe b
8 Takte
12 Takte
12 Takte
12 Takte
12 Takte
12 Takte

Textanalyse:











In keinem der 5 Chorusse findet sich eine Wiederholung der ersten Textzeile zur Bekräftigung ihrer Aussage. Statt dessen enthält der Text viele Worte, die einer Art Insidersprache entstammen und daher nur schwer verstan- den werden können. Die einzelnen Textzeilen weisen stark unterschiedliche Längen auf,  ein einheitliches Versmaß ist nicht zu erkennen: Die Sängerin muss also eine passende Verteilung der betonten und unbetonten Silben durch- führen. Wort- und Silbenspiele zeigen die kunstvolle Gestaltung des Textes.

Harmonieablauf:


12-taktiges Bluesschema, aber durch Übergangsakkorde erweitert

Musikalische Stilmittel:

Häufung von blue notes, starkes Verschleifen von Tönen sowohl im Gesang, als auch in den Instrumentalparts