Präsentation des GSN-Intranet-Projektbeitrags 16.06.2005

Präsentation des GSN-Intranet-Projektbeitrags

"Intranet von Schülern für Schüler"

im Rahmen des Wettbewerbs Jugend gestaltet Zukunft

Dem Projektbeitrag des GSN beim Wettbewerb Jugend gestaltet Zukunft zollten die geladenen Gäste bei der Abschluss-Präsentation am 17.06.2005 in der Volksbank Paderborn ihren großen Respekt und die volle Anerkennung, allen voran die Hauptredner, der stellvertretende Bürgermeister Josef Hackfort (als Schirmherr), der Projekt-Initiator Prof. Dr. Schäfer von der Universität Paderborn und der Gastgeber und Sponsor des GSN-Beitrags Dr. Reimund (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Volksbank Paderborn-Höxter). Ein ausgereiftes, tragfähiges und auf Zukunft angelegtes Projekt, so befanden die Juroren über das vom Gymnasium Schloß Neuhaus im Oktober eingereichte Intranet-Schulungsprojekt.

Christina Joachim, seit Klasse 9 projekterprobt, trägt in bekannt souveräner Manier wie auch mit viel Charme
 ihren Part innerhalb des Projekts vor. Von den Neuen Medien und der Informatik entdeckt und gefördert, 
wird die Informatik-Leistungskursschülerin auch gerne von anderen Unterrichtsfächern und 
bei wichtigen schulischen Veranstaltungen angefragt. 


Unzählige Arbeitsstunden an ca. 35 nachmittäglichen bzw. abendlichen Terminen innerhalb von 8 Monaten außerhalb der normalen Unterrichtszeit  waren von gut 20 Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgangsstufen 9, 10, 11 und 12 (vom Informatik-Differenzierungskurs der Jahrgangsstufe 9 bis zum Leistungskurs Informatik der Jahrgangsstufe 12) sinnvoll investiert worden, um eine Idee in die Tat umzusetzen, die erfolgversprechend, realisierbar, vorbildlich, anspruchsvoll und von nachhaltiger Wirkung ist. Dieses jahrgangsstufenübergreifende Team wird geführt von der Projektleiterin OStR' Eva Nicolin-Sroka und ihrer "rechten Hand"  Studienreferendarin Nadine Bylebyl.

Schüler schulen Schüler in der Handhabung des Intranet, das für die Schule zu einer wichtigen, ja zentralen Plattform für den Informationsaustausch in und mit der Schule dient und von zu Hause via Internet jederzeit mit einem persönlichen Zugang erreichbar ist. Was zunächst wie eine schlichte Instruktion aussieht,  erweist sich bei näherem Hinsehen wegen des konzeptionellen, pädagogischen,  didaktisch-methodischen und technischen Anspruchs als eine komplexe, zeitaufwändige Unternehmung. 

Franziska Neubert und Britta Schulte vor dem Intranet-Informationsstand in der Volksbank 
während des "Tags der Technik". Beide Mädchen sind nicht nur in Informatik und in der Handhabung 
der Neuen Medien Spitze. Schließlich haben die beiden auch auf dem sportliche Sektor einiges zu bieten. 
Sie gehören zum Kader der U18-Rollhockey-Nationalmannschaft; Franziska kann sogar auf 
Länderspieleinsätze zurückblicken.


Ein Lehrer allein kann diese Mammut-Aufgabe in der praktischen Umsetzung nicht leisten, selbst wenn er über die entsprechenden Kompetenzen verfügt - es sei denn, er wäre für Wochen von jeglicher Unterrichtstätigkeit entbunden . So war es eine zukunftsweisende Idee, für diese Aufgabe ein Schülerteam zu begeistern, das sein in selbstständiger Arbeit erworbenes Wissen auf der Basis intensiver und sorgfältiger Vorbereitungen an jüngere Schülerinnen und Schüler weitervermittelt. Vor dem Hintergrund der recht komplexen Thematik ist es nicht verwunderlich, dass sich gerade Informatikschüler(innen) als ausgewiesene (Intranet-)Experten dieses Themas annahmen. 
Nach Ausarbeitung eines Intranet-Führerscheinkurses und umfangreicher Schulungsmaterialien unterrichteten sie zunächst unsere jüngsten Schüler im Umgang mit dem schulinternen Intranet des Gymnasiums Schloß Neuhaus, das im Rahmen eines Projektes  mit der Bertelsmann-Stiftung in den Jahren 2001 bis 2004 konzipiert und aufgebaut worden war. Gleich drei "Lehrerinnen" gaben im Team-Teaching-Verfahren zusammen mit wenigstens drei Assistentinnen Unterricht, während die Jungen sich zunächst eher für den technischen Support verantwortlich fühlten, dann aber doch auch Spaß daran fanden, die "Fünfer" in die Geheimnisse des Intranets einzuführen.

Bilder einer Schulung: Ein Schulungsteam mit seinen begeisterten Schülern


Ein weiterer Schwerpunkt des Intranet-Projektes soll ein "Intranet-Stützpunkt" sein, der nicht nur den "Fünfern", sondern auch älteren Schülern, Lehrern und Eltern bei kleineren und größeren Problemen mit dem Intranet oder Nachfragen unterschiedlicher Art als Anlaufstelle zur Verfügung steht.

Dass es bei alldem nicht nur um "Ecki und Klick", die beiden von den Schülern selbst entworfenen und ins Leben gerufenen Animations- bzw. Motivationsfiguren des Projekts, geht, war dem 20köpfigen Team jederzeit bewusst.  
Vielmehr waren Team-Spirit, Verantwortungsgefühl, Self-Management, persönliche Präsentation, technisches Verständnis und Kooperationsfähigkeit im Team und mit außerschulischen Partnern gefragt und wurden im Laufe des Projekts fast zur Selbstverständlichkeit.

Das Groß-Unternehmen, einmal nicht am Computer, sondern vor dem Haupteingang der Schule


Dr. Reimund jedenfalls war von der Projekt-Idee, dem Projekt selbst und der professionellen Präsentation des GSN so angetan, dass er ganz spontan darum bat, dass unsere Schule anlässlich des "Tags der Technik"  ihre Projektergebnisse in den Räumen der Volksbank ausstellte. Kurzfristig - gewissermaßen über Nacht - organisierte das Schulungsteam eine entsprechende Besucher-Beratung.

Jugend gestaltet Zukunft. Nicht nur sog. "Informatiker", besser: Schüler(innen) des Unterrichtsfaches Informatik - auch alle anderen Fachrichtungen (vom geisteswissenschaftlichen über das gesellschaftswissenschaftliche bis zum mathematisch-naturwissenschaftlichen Spektrum) - können sich um die Teilnahme an diesem Projektwettbewerb bewerben - natürlich nur mit im Zeitalter der Neuen Medien anspruchsvollen und zukunftsweisenden Themen. Und die Wettbewerbsprämie von 2500 Euro, die dem eigenen Projekt zur Realisierung voll und ganz  im voraus, also von Beginn an,  zur Verfügung steht, ist einzigartig und Anreiz genug, eine aussagekräftige Projektskizze einzureichen. Namhafte Paderborner Unternehmen stehen als Sponsoren in den Startlöchern.

 Bildergalerie

 

Fotos und Text: Rainer Sroka
Gestaltung: Eva Nicolin-Sroka


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