Victoria Rauser für die FAZ 14.12.2010

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Artikel Den Artikel "Christen bäumen sich auf" konnten am vergangenen Donnerstag über eine Million Leser in einer der größten deutschen Tageszeitungen, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (F.A.Z.), lesen. Was da über die Geschichte des Weihnachtsbaums, seine wirtschaftliche Bedeutung und Vertriebsformen, die vom traditionellen Selberpflücken bis hin zur Online-Bestellung im Internet reichen, zu erfahren war, stammt aus der Feder der 17jährigen Viktoria Rauser, Schülerin des Gymnasiums Schloß Neuhaus. Der Artikel ist das erste Ergebnis aus dem Projekt "Jugend und Wirtschaft", an dem der Leistungskurs Sozialwissenschaften unter Leitung seines Lehrers Eberhard Römer seit November 2009 teilnimmt. Mit finanzieller Unterstützung der FAZ und des Bundesverbandes der deutschen Banken erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Wirtschaftsartikel für die einmal im Monat erscheinende Sonderseite der FAZ zu schreiben. Über 50 Schulen im ganzen Bundesgebiet stehen dabei im Wettbewerb und werden vom IZOP-Institut in Aachen zusätzlich unterstützt. Der Kurslehrer Herr Römer freut sich aber nicht nur über die Chance für seine Schülerinnen und Schüler, für ein Millionenpublikum zu schreiben, sondern ist auch dankbar für das damit verbundene kostenlose Jahresabonnement der FAZ für jeden Projektteilnehmer: „ Ein aktuelleres Lehrbuch kann man sich gar nicht wünschen, wenn man sich im Unterricht mit Wirtschaft und Politik beschäftigt“. Dass das Schreiben für die FAZ keine einfache Aufgabe ist, weiß Victoria Rauser zu berichten. Wochenlang wurde recherchiert und am Telefon gefeilscht, weil so mancher Händler natürlich ungern seine Umsatzzahlen der Öffentlichkeit preisgeben möchte. Am einfachsten war da noch die Kommunikation mit den Verbänden und den Statistikämtern. Über 28 Millionen Weihnachtsbäume werden bis zum 24.Dezember verkauft werden, hat die Schülerin dabei erfahren, wobei der Trend zu immer kleineren Bäumen geht und der Zweit- und Drittbaum inzwischen die Wohnstuben erobert. 18000 Arbeitsplätze werden dadurch gesichert und mehr als eine halbe Milliarde Umsatz gemacht. Insgesamt verlangten die Profis in Frankfurt vier Überarbeitungen, bis der Artikel den hohen Ansprüchen der führenden deutschen Tageszeitung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft genügte. Dann aber war man so begeistert, dass man sogar von den redaktionellen Vorgaben abwich wie Dr. Horstschäfer vom IZOP-Institut bestätigt: "Denn es war das erste Mal bei Jugend und Wirtschaft, dass wir einen Artikel aus dem Nachfolgeprojekt schon auf den eigentlich noch für den Vorgängerdurchgang reservierten Seiten abgedruckt haben. Zudem war Viktoria mit ihren Weihnachtsbäumen sogar schneller als die Profis von der F.A.Z."