Mit Spaß am Buch - Vorlesewettbewerb in Klasse 6

Am Nikolaustag 2012 war es so weit! Die besten Leserinnen und Leser der sieben Sechsklässler traten gegeneinander an und lasen aus ihren Lieblingsbüchern vor. Bis zu diesem Wettkampf war allerdings einiges zu tun, denn zunächst musste jede Klasse unter sich herausfinden, wer denn nun der beste Geschichtenvorleser im Team ist. Und das war schwieriger als es sich anhört! Denn gut Vorlesen ist nicht gerade leicht und bedeutet keinesfalls, dass man fehlerfrei liest, viel mehr muss man seine Zuhörer in den Bann ziehen und mit der Geschichte alle verzaubern! Um klasse vorlesen zu können, muss man also an vieles gleichzeitig denken und das bedeutet wiederum, dass man das Vorlesen eines Textes üben, üben und nochmals üben muss! Auch beim Bewerten seiner Mitschülerinnen und Mitschüler müssen viele Details zeitgleich beachtet werden, denn andernfalls ist man ganz sicher überfordert und nie und nimmer gerecht in seinem Urteil. Im Unterricht hatten wir deswegen einen Kriterienkatalog, der uns selber beim Vorbereiten des Vorlesens half, den wir aber vor allem dazu benutzten, um uns Notizen zu den Vortragskünsten unserer Mitschüler zu machen: Zum Beispiel ist eine deutliche Aussprache wichtig? Es muss stets sinngemäß betont werden. Der Textauszug soll für einen unwissenden Leser inhaltlich nachvollziehbar sein. Und dann ist da noch die Stimmführung zu bedenken, denn durch schnelles, lautes und leises Sprechen sollen Stimmungen wie Spaß oder Spannung erzeugt werden. In Unserer Klasse, der 6f, gelang dieses Kunststück dem Mädchen Laura Gehle am besten. Sie konnte sogar einen Fremdtext, also einen unvorbereiteten Text, ganz toll vorlesen!

Am 06.12. trat Laura dann gegen die Sieger der Parallelklassen an, also gegen die Vorleser Lisa Eigenbrod (6a), Felix Bender (6b), Anna Schmeling (6c), Kristin Lummer (6d), Justin Bach (6e), Laura Gehle (6f) und Michelle Polnau (6g). Um nicht den Mut zu verlieren, durfte Laura dazu drei Fans mitnehmen und sie entschied sich für uns: Anna Husmann, Baselius Demir und Lucia Gerß zusammen mit unserer Klassensiegerin gingen wir alle aufgeregt in der sechsten Stunde in Raum 227, wo bereits die Jury wartete, bestehend aus Frau Stich, Frau Glas, Frau Huber und Herrn Römer. Das Lehrerteam bestimmte die Reihenfolge zum Vorlesen per Zufall und wiederholte die uns bekannten Spielregeln, d.h. zwei Lesedurchgänge und drei Minuten Vortragszeit. Laura war in der ersten Runde mit ihrem Text als Vierte dran. Wir finden zwar, dass sie ihre Sache sehr gut gemacht hat, aber sie war damit leider nicht allein, so dass die Sechsklässler Lisa Eigenbrot, Anna Schmeling und Michelle Polnau die ersten drei Plätze belegten.

Für die drei Nominierten kam es nun auf die Qualität beim Vorlesen eines Fremdtextes an. Frau Stich hatte dazu das Buch „Igraine Ohnefurcht“ von Cornelia Funke mitgebracht und auch eine kurze Passage ausgewählt, die den Titel „Ein kleiner Zauberfehler“ trug. Es konnte also die zweite Vorleserunde starten, die doch etwas mehr Lesekunst abverlangte, so dass die Gewinnerin des schulinternen Vorlesewettbewerbes schnell und eindeutig feststand. Es war Lisa Eigenbrod aus der 6a, die nun im Januar 2013 für unsere Schule antreten wird.

Zwei zweite Plätze wurden außerdem an die Schüler Michelle Polnau und Anna Schmeling der Klassen 6 c und g vergeben, denn sie hatten am Ende den exakt gleichen Punktestand. Mit Urkunden und Gratulationen überschüttet, wurden dann alle Schüler im Raum fotografiert: die Fans, die Klassensieger und die Gewinnerin, Lisa Eigenbrot aus der 6a!

Wir, die Fans aus der 6f, hoffen nun sehr, dass wir Lisa bald wieder auf einer noch wichtigeren Fotografie sehen……, z.B. auf einem Zeitungsbild? Wer weiß, vielleicht klappt es ja mit dem Vorlesen im Januar!

Wir Fans aus der 6f wünschen Lisa auf jeden Fall viel Erfolg!