Internationale JuniorScienceOlympiade 2014

In diesem Jahr fand die 11. Internationale JuniorScienceOlympiade statt, ein Wettbewerb, bei dem 12- bis 15-jährige, naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler teilnehmen können, um sich in diesem Bereich rund um die Fächer Physik, Chemie und Biologie mit anderen zu messen.

Zunächst meldete ich mich im Januar diesen Jahres zur ersten Runde des Wettbewerbs an, bei der man zu Hause mehrere kleine Experimente, z. B. zum Erwärmungsprozess von Eiswasser, durchführen und auswerten musste. Nachdem ich von deutschlandweit etwa 4000 Teilnehmern unter die besten 600 kam, konnte ich bei der zweiten Runde, einer 90-minütigen Klausur in der Schule, dabei sein. Ich war erneut erfolgreich und erreichte mit einem Platz unter den besten 45 Schülerinnen und Schülern die dritte Runde. Das nationale Finale der besten 45 Teilnehmer fand vom 06. bis zum 10. Oktober 2014 in Merseburg nahe Leipzig statt.

Nach einer Begrüßung und Besprechung am ersten Tag ging es am Morgen des   zweiten Tages direkt mit den Klausuren los, die an der Hochschule Merseburg geschrieben wurden. Erst hatten wir im Multiple-Choice-Teil 75 Minuten Zeit, um uns bei jeweils 10 Fragen aus den Fachgebieten Physik, Chemie und Biologie zwischen vier Antwortmöglichkeiten für die Richtige zu entscheiden. Im zweiten theoretischen Teil warteten komplexere Aufgaben auf uns. Dabei beschäftigten wir uns beispielsweise mit der Berechnung des osmotischen Drucks in verschieden stark konzentrierten Lösungen (Physik), mit Eigenschaften von Krankheiten wie Diabetes oder Lungenentzündung (Biologie) und mit chemischen Reaktionen, die bei Black Smokern in der Tiefsee ablaufen (Chemie). Wir bekamen dafür wieder 75 Minuten, was nun jedoch viel zu wenig war.

Am dritten Tag brachten wir den letzten Teil der Klausur hinter uns. Dieser wurde experimentell in einem Labor der Hochschule Merseburg durchgeführt. In Gruppen von jeweils drei Personen hatten wir 100 Minuten, um vier Aufgaben zu lösen. So mussten wir u. a. mit einer Titration den Calciumgehalt von Milch bestimmen oder mit einem Experiment die Funktionsweise von Lactase herausfinden und beschreiben. Die frei und offen formulierten Versuchsanleitungen ließen eigene Ideen zu und machten diese auch erforderlich, um ein Ergebnis zu erhalten. Eine zusätzliche Herausforderung war es mal wieder, die Aufgaben in der kurzen Zeit zu erledigen.

Am vierten Tag war eine Exkursion zum Leipziger Zoo angesetzt, wo es einen Vortrag zum Thema Artenschutz gab. Zudem nahmen wir an einer kurzen Führung durch den riesigen Zoo teil. Letztlich konnten wir uns in diesem noch für einige Zeit selbstständig bewegen.

Am fünften und letzten Tag wurde das Bundesfinale durch die Siegerehrung im Merseburger Ständehaus abgerundet. Nach der Bergrüßung durch die Wettbewerbsleiterin Dr. Heide Peters gab es ein Grußwort von Prof. Dr.-Ing. Jörg Kirbs, dem Rektors der Hochschule Merseburg, und einen Festvortrag von Wilfried Wentorf von dem IPN in Kiel. Schließlich bekam bei der Siegerehrung jeder Teilnehmer eine Urkunde, eine Medaille und einen Bewertungsbogen. Für die besten sechs Schülerinnen und Schüler gab es zusätzlich die Unterlagen für die internationale vierte Runde in Mendoza in Argentinien. Ich erreichte am Ende deutschlandweit den 25. Platz und habe darüber hinaus viele wertvolle Erfahrungen gewonnen. Deshalb kann ich diesen Wettbewerb nur weiterempfehlen.

 von: Daniel Perniok