2011 Summerschool 31.12.2010

 

"Mädchen machen MINT" - ein Name, der eher unscheinbar ist, hinter dem sich jedoch eine überzeugende Idee (nicht nur) der UNI Paderborn verbirgt: Schülerinnen bekommen Einblicke in die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Es werden Workshops angeboten, die nicht nur das Interesse an den für Mädchen bislang eher noch untypischen Berufen wecken sollen, sondern auch bereits Begeisterte in ihrem Interesse zu unterstützen.


Erfahrungsbericht:

"UNI Paderborn lädt Schülerinnen ein, an Ferien-Workshops der Summer School teilzunehmen…" so oder so ähnlich wurde in der Neuen Westfälischen für das Sommerferien Projekt der UNI  geworben. Ein Artikel, der sich im Lokalteil der Zeitung befand, groß aufgemacht und mit einer Mailadresse, um sich anzumelden.

Schon nach den ersten Sätzen war mein Interesse geweckt: Ein Workshop, der nicht zeitintensiv, aber seine Zeit definitiv wert war.

Als ich mich dann morgens zur UNI fuhr, war es schon ein seltsames Gefühl, sich zwischen all den Studierenden und Professoren und Professorinnen auf dem UNI Gelände zu bewegen.

Im Foyer wurden wir aber schon erwartet von einer der Betreuerinnen des Projekts. Ein paar Minuten später traf der Professor ein und machte mit uns eine Führung durch die Fachschaft Physik, inklusive Einblicke in die alltägliche Arbeitswelt von Studierenden und ihren Professoren, mit dem Gedanken, uns nicht nur einen Einblick in die experimentale Physik (der Kurs hatte als Schwerpunkt Erneuerbare Energien und das Arbeiten als Professor oder Lehrer mit Schülern) zu geben, sondern auch, uns die Arbeit an der UNI näherzubringen.


Übungsgruppe

Foto: Neue Westfälische - Hans-Hermann Igges

Im zweiten Teil des Kurses mündete die anfängliche Präsentation in ein spannendes Gespräch über die Effizienz erneuerbarer Energien - was unser Professor nicht eingeplant hatte, aber sofort mit Begeisterung aufnahm und mit uns diskutierte und unsere Fragen beantwortete.

Es gehe ihm als Lehrer nicht nur darum, den Schülern den Stoff beizubringen, sonder auch ihr Interesse zu fördern, denn nicht jeden interessiere das Thema Magnetismus, aber wenn man es als Lehrperson schafft, den Schülern die unbedingte Relevanz des Themas im Zusammenhang mit der Bedeutung für ihr eigenes Leben klar zumachen, sehen die Schüler das Thema mit ganz anderen Augen.


Im dritten Teil des Workshops bauten wir einen kleinen Generator, im Prinzip ein kleines Windkraftwerk, das die Bewegungsenergie des Windes (in unserem Fall eines Gebläses) in elektrischen Strom umwandelt und in der Theorie sogar einen 12 Volt Akku aufladen könnte. Also eine Windmühle für den Eigenbedarf, die auf dem Prinzip der Induktion beruht. Der Generator wurde dann an den Laptop angeschlossen, um die Leistung zu analysieren und die Effizienz zu steigern.

Mit großer Begeisterung schraubten, sägten, bohrten  wir sogar die Mittagspause hindurch und verabschiedeten uns dann gegen 15 Uhr voneinander. Fünf Mädchen, die alle Physik studieren möchten und für die dieser Workshop definitiv eine große Chance war!

Die UNI bietet regelmäßig ein großes Spektrum an Workshops für Interessierte in jedem Alter an. Bei Interesse oder wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr euch gerne bei mir melden!

 

Text: Kim Kea Schulte (Jgst. 12)
Gestaltung: Viviane Seidel, Christoph Rüthing

   

Schuljahr 2010/2011