2008 PIT - Projektmanagement - Teil 2

   
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Der Mangel an Fachkräften in Industrie und Wirtschaft ist aktuell in aller Munde. Gerade für den Informatikstandort Paderborn könnte sich ein nachlassendes Interesse der Schüler und letztlich der Schulabgänger an informationstechnischen Ausbildungsberufen oder Studiengängen besonders gravierend auswirken. Die von mittelständischen Unternehmen aus dem IT-Bereich zusammen mit der Universität Paderborn ins Leben gerufene Initiative „Paderborn ist Informatik“ will dieser Entwicklung gezielt entgegensteuern und ein verstärktes Interesse am Fachbereich Informatik und seinen Anwendungen mit zwei Veranstaltungsreihen zum Thema Projektmanagement bei den heimischen Unternehmen TEAM und S&N wecken. Da diese Veranstaltungen im Nachmittagsbereich liegen, bedarf es immer einer passgenauen Terminabstimmung zwischen den Unternehmen und den teilnehmenden Schulen, da Termindruck im Rahmen von aktuellen Projekten auf Seiten der Unternehmen und Terminzwänge auf Seiten der Schulen (Klausurphasen etc.) dabei zu berücksichtigen sind.
An die beteiligten Unternehmen sei hier ein ganz herzliches Dankeschön gerichtet, denn ein solches Engagement, mit dem auch der Kontakt zwischen Schule und Unternehmen vertieft wird, ist eine wertvolle Bereicherung der schulischen Ausbildung.

   
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Im Rahmen dieser Veranstaltung am Freitag, dem 19.12.2008, also eigentlich schon nach Beginn der Weihnachtsferien, wurde es bei der Firma TEAM recht konkret. Herr Beckmann berichtete über ein aktuelles Projekt aus dem Bereich Logistik und zeigte dabei auf, wie wichtig und häufig auch zeitintensiv die Analyse- und Planungsphase ist, an deren Ende - u.U. erst ein halbes Jahr später - ein umfangreiches Pflichtenheft steht, das dann schließlich als verbindliche Grundlage für die eigentliche Projektabwicklung zugrunde liegt.

   
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In einem zweiten Teil lag die Aktivität auf Seiten der teilnehmenden Schüler. Das mit einer größeren Gruppe anwesende Ludwig-Erhard-Berufskolleg stellte in Teilgruppen einen Auftraggeber, der ein bestimmtes Produkt entwickeln lassen möchte,  und die Schüler des GSN fanden sich als "IT-Experten" in der Rolle eines Unternehmensvertreters, der die Anforderungen und Vorstellungen des "Kunden" aufnehmen musste. In einer anschließenden Runde der "Unternehmensvertreter" stellte sich heraus, dass jeder zumindest teilweise andere Details aufgenommen hatte. Die abschließende Runde im Plenum mit den "Auftraggebern" brachte noch weitere "Verständnisprobleme" zu Tage, so dass am Ende dieser Veranstaltung sehr eindrucksvoll deutlich geworden war, wie wichtig eine exakte Verständigung mit dem "Geschäftspartner" und potentiellen Auftraggeber ist, um eine verlässliche Basis für die Umsetzung des Projektes zu schaffen.

   
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Fotos und Text: Eva Nicolin-Sroka