2007 Siemens Talent Academy 09.07.2007

Siemens Talent Academy 2007

Auch in diesem Jahr veranstaltete das bekannte Unternehmen Siemens eine so genannte „Talent Academy“ in Erlangen bei Nürnberg. Unsere Schule gehörte zu den wenigen ausgewählten Gymnasien, die eine Schülerin bzw. einen Schüler vom 10. - 13. Juli nach Erlangen schicken durften. Die Academy, die generell unter dem Motto „Den Besten und Begabtesten verpflichtet - High Potentials fordern und fördern - Ideen austauschen, aktiv mitarbeiten“ steht, hielt für uns 18 Teilnehmer und Teilnehmerinnen den Themenschwerpunkt „Energy Conversion and Technologies for clean water and clean air“ bereit.

 

Neben 16 Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus Deutschland fanden sich auch 2 Teilnehmer aus Madrid am ersten Tag um 9 Uhr im SiemensForum Erlangen ein, bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen.

 

Der erste Tag stand ganz unter dem Leitsatz: „Barrieren überwinden, Horizonte erweitern“. Den Vormittag verbrachten wir damit, uns mit den ganz neuen Gesichtern bekannt zu machen und etwas über die anderen zu erfahren. Der Nachtmittag war ausgefüllt mit dem Hochseilgarten des Hubert-Schwarz-Zentrums, das uns auch als Unterkunft zur Verfügung gestellt war, und verschiedenen Übungen zur Teambildung. Der Tag wurde, wie jeder der 3 Tage mit einer kurzen Tagesreflexion abgeschlossen, in der jeder kurz seine Meinung, Lob und Kritik über den vergangenen Tag loswerden konnte. Schon am ersten Abend war aus unserer zusammengestellten Gruppe ein Team geworden und alle waren sich schon so sehr vertraut, dass die meisten darüber überrascht waren, denn wirhatten uns vorher noch nie gesehen.

 
Besuch des Hubert - Schwarz - Hochseilgartens Übung zur Teambildung, es galt die anderen durch die Löcher des Netzes zu befördern ohne dieses zu berühren
 

Am zweiten Tag ging es dann richtig los. Der Morgen begann schon recht früh um 7 Uhr morgens mit „Aktiv Erwachen“, wahlweise konnte man Nordic Walking machen oder mountenbiken. Nach einem schnellen Frühstück ging es dann mit dem Bus zu Corporate Technology im Siemens Forschungszentrum Erlangen. Dort wurden wir zunächst begrüßt und erhielten einen kurzen Einblick in das Thema und eine kurze Vorstellung der neuen Technologien. Danach ging es auf einen Rundgang durch die einzelnen Labore, in denen uns diese neuen Techniken weiter erklärt und auch anhand von kleinen Experimenten vorgeführt wurden. Wir erfuhren, dass Wasserstoff der neue Energieträger der Zukunft ist, dass man mit Hilfe von „Plasma - Based Oxidation“ Verunreinigungen und noch kleinste Partikel aus der Luft filtern kann, sowie Geruchsstoffe, was besonders interessant für z.B. Klärwerke wäre. Des Weiteren wurden uns kurz Wasserstoffbrennzellen und deren Verwendung vorgestellt sowie ein Verfahren um Wasser von Farb- und Giftstoffen zu befreien. Nach einem Mittagessen ging der Tag in die zweite Runde und wir begannen mit zwei Mitarbeiterinnen das Patent - und Markenrecht anhand zweier Erfindungen zu erkunden. Den Abend ließen wir als Gruppe nach der Tagesreflexion mit gemeinsamen Spielen und ersten Ideen, wie man die Technologien einsetzten könnte, die wir an diesem Tag kennen gelernt hatten, ausklingen. 

 
Besuch der Labore, Experiment zur besten Flammenentwicklung Erklärungen zur Wasserstoffbrennstoffzelle, Einsatzmöglichkeiten (das viereckige, goldene ist die Wasserstoffbrennstoffzelle)
 

Schon am frühen Morgen begann der dritte Tag. Nachdem wir wieder sportlich in den Tag gestartet waren und ein sehr reichhaltiges Frühstück zu uns genommen hatten, begannen wir, zunächst mit der gesamten Gruppe, unsere Ideen und Vorstellungen zu den neuen Technologien zu sammeln und zu ordnen. Bis zum frühen Vormittag kristallisierten sich drei Gruppen heraus, die sich mit drei verschiedenen Themen befassen wollten. Nun wurde angefangen hinter verschlossenen Türen mit dem eigenen Team, bestehend aus 5-8 Teilnehmern und Teilnehmerinnen, über die neuen Ideen nachzudenken und bis zum Mittag waren die Vorstellung schon deutlich gereift und die ersten Dinge schon zu Papier gebracht worden. Nach dem Mittagessen gab es noch eine letzte Besprechung mit der gesamten Gruppe, bevor die Teams sich wieder ihren einzelnen Entwicklungen stellten. Dieser Tag sollte der längste werden, da alle Gruppen fleißig an ihrem Teil der Präsentation, die am nächsten Tag im SiemensForum Erlangen vorstellen sollten, arbeiteten und darüber auch die Zeit vergessen wurde und noch bis in die späten Abendstunden wurden Ideen verfeinert und am PC in ein anständiges Format gebracht.

Kurz vor der Präsentation im SiemensForum, letzte Besprechungen unter den Teilnehmern (das Modell auf dem Arm stell den DROB dar)

Der vierte und letzte Tag begann nicht so sportlich wie die vorangegangenen Tage, sondern nur mit einem guten Frühstück und den letzten Besprechungen für die Präsentation. Dann war es auch schon so weit und wie saßen im Bus auf dem Weg nach Erlangen in das SiemensForum. Dort stand für uns schon der Raum bereit und nach einer kurzen Probepräsentation trafen die ersten Gäste ein. Darunter auch die Mitarbeiter, die uns zwei Tage zuvor die neuen Technologien vorgestellt hatten. Dann war der Moment gekommen und wir konnten als Team unsere Ergebnisse vorstellen:

Der DROB (Dream of Blue) 

Ein Filter, der zur Aufbereitung von verdrecktem Wasser eingesetzt werden kann. Er soll durch seine geringe Größe und Kosten überzeugen. Das Gerät wurde vor allem für das Wasserproblem in der dritten Welt entwickelt und arbeitet zum Teil auch mit der neuen Wasserstofftechnologie.

Präsentation der ersten Gruppe, DROB (Bildschirm zeigt ein Schema des DROB)

Kraftwerkstechnik & Wasserstofftechnologien

Zur Kraftwerkstechnik zählten die Optimierung der Kraftwerksleistung und die Nutzung der Restenergie und überschüssiger Energie aus Alternativen Kraftwerken. Diese Energie soll mit Hilfe von Wasserstoff lagerfähig und transportabel gemacht werden. Dazu wurden auch bestimmte Kartuschen entwickelt, um den Wasserstoff sicher und möglichst Platz sparend zu transportieren.

Präsentation der zweiten Gruppe, Kraftstofftechnologien, Modell der Kartuschen zur Lagerung des Wasserstoffs

Der Antrieb von Morgen 

Der Antrieb von morgen basiert auch auf Wasserstofftechnologien. Hinzu kommen aber auch schon vorhandene Techniken wie Solarzellen, regenerative Bremsen oder Piezokristalle. Weiterhin neu waren aber die Stoßdämpfer und das Prinzip, wie die Piezokristalle eingesetzt werden. Das Wichtige und Neue an diesem Antrieb: er ist völlig frei von Schadstoffen, basiert auf erneuerbaren Energien und er ist nicht zu teuer.

Präsentation der dritten Gruppe, Neue Antriebstechnik

Das war das Produkt der vier Tage, die wie im Flug vergangen waren. Aus einer zusammengewürfelten Gruppe ist durch das Engagement jedes Einzelnen und durch die Mithilfe unserer Mentoren ein gutes Team geworden, das tolle Erfindungen entwickelt hat. Das Schöne an dieser Academy war, dass alle Schüler und Schülerinnen ein hohes Grundwissen in den naturwissenschaftlichen Fächern hatten und somit relativ einfach den Vorträgen der Mitarbeiter folgen konnten und daraus Neues entwickeln konnten. Somit denke ich, gehen alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit einem Erfolg und der Erinnerung an vier sehr schöne und informative Tage nach Hause.

 
Text: Rebekka Leifhelm
Gestaltung: Ingo Meith


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