Zukunft MINT 2010

Eine Schülerin des GSN als Botschafterin

Eine Initiative des Campus of Excellence

Wie auch viele andere bemerkenswerte Kontakte ist auch die Zusammenarbeit mit der Initiative Campus of Excellence im Umfeld des Deutschen Schulpreises entstanden, mit dem das GSN 2008 ausgezeichnet wurde. Schon 2009 hatten Schüler des GSN die Möglichkeit, am Projekt "Job Factory" teilzunehmen (siehe Bericht unter Aktuelles 2009). Ein sicher für die zukünftige Zusammenarbeit sehr wichtiger Baustein war die Beteiligung des GSN an der Summer School der "Praxis Academy 2009" in Oberursel bei Frankfurt. Frau Nicolin-Sroka und Christoph Rüthing, Schüler der damaligen Jahrgangsstufe 13, waren als Experten für den MINT-Bereich im Gymnasium aktive Teilnehmer der Podiumsdiskussion im Rahmen des "MINT-Kongresses" der Summer School 2009, der zentralen einwöchigen Abschlussveranstaltung der "Praxis Academy". Im Rahmen dieser Veranstaltung konnten wertvolle Kontakte mit den Verantwortlichen, nicht zuletzt auch mit Frau Cornelia Unglaube, der Vorstandsvorsitzenden von Campus of Excellence, geschlossen werden.

Die Bedeutung eines solchen Kontaktes für das GSN und an erster Stelle natürlich die Schülerinnen und Schüler wird aus den folgenden Zeilen, die sich auf der Website von Campus of Excellence finden, deutlich:

Der Campus of Excellence e.V. (COE) ist eine einzigartige Initiative von fast 100 Wirtschaftsunternehmen, Institutionen, Verbänden, Hochschulen und Schulen. Er bietet eine Plattform für die systematische Vernetzung leistungsstarker Nachwuchstalente mit Unternehmen, sorgt für Wissensaustausch und initiiert Projekte zu zentralen Zukunftsthemen in den Bereichen Bildung, Arbeit und Werte. Hierzu baut er Brücken im Dreieck von Unternehmen, Hochschulen und Schulen. Seit Gründung im Jahr 2005 haben mehr als 560 SchülerInnen und Studierende an Projekten des COE teilgenommen

So ergab sich im Frühjahr 2010 für das GSN kurzfristig die Möglichkeit, mit einer Schulbotschafterin an der neuen an Schüler gerichteten Initiative des COE teilzunehmen. Aufgrund der konkreten Ausrichtung und den Teilnahmebedingungen des Projekts fiel die Wahl auf Viktoria Mikus, eine Schülerin der Jahrgangsstufe 11 in 2009, in 2010 Leistungskursschülerin in Mathematik und Informatik mit einem erklärten und bereits aktiv verfolgten Interesse am MINT-Bereich, aber noch auf der Suche nach der richtigen fachspezifischen Ausrichtung. Organisiert und begleitet wurde und wird die Teilnahme des GSN von Frau Nicolin-Sroka, die sich auch im Rahmen vieler anderer Initiativen für Kontakte der GSN-Schüler mit Unternehmen, Universitäten und Hochschulen insbesondere im MINT-Bereich engagiert, um interessierten Schülerinnen und Schülern frühzeitig zusätzliche Perspektiven und besondere Entfaltungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Nach einer längeren Vorbereitungsphase war es endlich so weit. In den Sommerferien 2010 fand der erste Baustein der Initiative Zukunft MINT 2010 - 2015 statt: ein einwöchiges Auftaktseminar in Greifswald mit einer Vielzahl von interessanten und hochkarätigen Veranstaltungen und Workshops an den Universitäten Greifswald und Rostock, bei führenden Unternehmen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich und nicht zuletzt einem gelungenen kulturellen Abendprogramm.

Gemeinsam mit insgesamt 70 Schülern aus vier deutschen Schulen (Hof, Anklam, Kühlungsborn, zwei ungarischen Schulen (Budapest) und zwei polnischen Schulen (Warschau und Stettin) startete das insgesamt auf 5 Jahre angelegte Programm mit einer zweijährigen Begleitung durch Workshops und Praxisprojekte in Unternehmen. Inhaltliche Schwerpunkte sind dabei die Kompetenzstärkung in der Studien- und Berufsorientierung, die Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung, die Vermittlung von Soft Skills sowie Kontakte zu Unternehmen und Hochschulen. Im Anschluss an die erste Projektphase folgt im dritten Jahr die Aufnahme in dreijährige Mentoring-Programme. Dort werden die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler langfristig und nachhaltig auf ihrem Weg an die Universitäten und in den Beruf begleitet.

Im September erstellten die Schüler im Rahmen eines gemeinsamen Medienprojektes die Zeitung "Campus Post", die schließlich während des Abschluss-Symposiums in Bamberg am 01. und 02. Oktober 2010 während der feierlichen Abschlussveranstaltung in der historischen Aula an alle Teilnehmer zusammen mit einem Staffelstab als Symbol für das Weitertragen und Fördern dieser unter vielen anderen ähnlichen Projekten herausragenden Initiative der MINT-Förderung verteilt wurde. Es war hautnah zu erleben, wie sehr die 70 Schülerinnen und Schüler aus drei verschiedenen Ländern in der bisher kurzen Zeit des Projektes schon zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen waren und neben den Kontakten zu Unternehmen und Hochschulen auch durch das "networking" in ihrer persönlichen Entwicklung einen deutlichen Synergieeffekt erfahren hatten.

Fotos: Schwarzenbach (COE), Eva Nicolin-Sroka