Europatag 2009 09.03.2009

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Während am 5. Mai 1949 der Europarat gegründet wurde, legte am 9. Mai 1950 Frankreichs Außenminister Robert Schuman den sog. Schuman-Plan vor, auf dem die "Montanunion" fußt. Diese Institution  wiederum wird als Vorläufer der heutigen Europäischen Union angesehen. Der EU waren vor dem Hintergrund der neuen politischen Verhältnisse nach dem 2. Weltkrieg viel politisches Kalkül, aber auch diplomatisches Geschick vorausgegangen, die 59 Jahre später, also am 9. Mai 2009, den Hintergrund für den vielerorts begangenen Europatag bilden. Auch und insbesondere die jungen Menschen sollen diesen Tag als ein besonderes Datum in der Entwicklung zur europäischen Einigung wahrnehmen.
So stand am 9.3.2009 auch das GSN ganz im Zeichen Europas. Die Schülerinnen und Schüler (insbesondere der Sozialwissenschafts- und Geschichtskurse) konnten in diesem Zusammenhang an einigen Vorträgen, einem Planspiel und einem Workshop zum Thema Europäische Union  teilnehmen. Auch NRW Schulministerin Barbara Sommer stattete dem GSN einen längeren Besuch ab, um sich in den unterschiedlichen Veranstaltungen ein Bild vom Bemühen um ein europäisches Bewusstsein zu machen.

   
   

Das EU-Projekt des GSN bestand aus drei Bausteinen: In einem Seminar wurden die Schülerinnen und Schüler mit der EU im Brennpunkt der Globalisierung konfrontiert, indem, ausgehend von den Grundlagen der EU, die gegenwärtigen Schwerpunkte der EU-Politik vorgestellt wurden. Der 2. Baustein bestand aus einem Online-Wissensspiel über Europa, in dem eine GSN-Schülergruppe aus der Oberstufe gegen ein ausgewähltes Schülerteam aus unseren europäischen Partnerschulen antrat. In einem 3. Baustein erhielten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, das Europäische Parlament und andere europäische Institutionen durch einen virtuellen Rundgang kennen zu lernen.
Im Mittelpunkt stand ein Jugendforum, in dem Schülerinnen und Schüler ihre Fragen und Anregungen zu Europa artikulieren konnten. Begleitet wurde die Aktion von einer simulierten Europawahl mit der Erläuterung des komplexen Wahlverfahrens und einer anschließenden Probewahl.
 

   
   

In einer europäischen Politiksimulation versetzten sich die Schüler und Schülerinnen aus Kursen der Fächer Geschichte und Sozialwissenschaften außerdem in die Rolle von Ministerrat, Europaparlament und Kommission und vollzogen spielerisch den vielschichtigen Entscheidungsprozess beim Entstehen einer Richtlinie im Rahmen der Energiepolitik bzw. des Klimaschutzes nach.
 

   
   

Zwei Teamer der Landeszentrale für politische Bildung vermittelten mit teamorientierten Methoden Schülerinnen und Schülern der Klasse 8a Grundkenntnisse über die europäischen Institutionen, ihre Geschichte und die aktuelle Europapolitik. Wie bei den gesellschaftswissenschaftlichen Kursen so schaute die Ministerin auch den jüngeren Schülerinnen und Schülern interessiert über die Schulter und entlockte mit ihren Nachfragen so manches Detailwissen über deren Europa-Kenntnisse. Schul-Dezernent Dr. Rainer Wittmann, Bürgermeister Heinz Paus und Schulleiter Bernhard Gödde begleiteten die Ministerin auf ihrem Rundgang durch die Schule zu den einzelnen Arbeitsgruppen.
 

   
   

Ministerin Sommer ließ es sich nicht nehmen, den Schülerinnen und Schülern sowie dem Kollegium und der Schulleitung persönlich für die schülernahe Gestaltung des Europatages zu danken und das GSN zu ermutigen, bei der täglichen Arbeit im Klassenraum wie auch außerhalb des Unterrichts das Thema Europa immer wieder in den Blick zu nehmen. Abschließend wünscht die Ministerin der "Europaschule in NRW" Kraft und Erfolg, die anstehenden Aufgaben und die gesetzten Ziele erfolgreich zu bewältigen.
 

   

Text: Rainer Sroka
Fotos: Markus Jeromin, Eva Nicolin-Sroka