4. Tag, Dienstag, der 09.10.2007

4. Tag, Dienstag, der 09.10.2007

Fahrt nach Bran

An diesem Tag brachen wir schon um sechs Uhr zu einer zweitägigen Busreise in das Landesinnere aufgebrochen. Wir sind am ersten Tag über Sinaia nach Bran gefahren.
Sinaia ist eine Stadt im rumänischen Bezirk Prahova. Sie liegt ca. 50 km südlich von Braşov im Tal des Flusses Prahova in den Karpaten. Um Sinaia liegt ein beliebtes Skigebiet, das Bucegi-Gebirge. Neben den Bergen, die bei Wanderern und Wintersportlern sehr beliebt sind, gibt es eine Reihe anderer Sehenswürdigkeiten in und um Sinaia:

Das Kloster Sinaia, das nach dem Berg Sinai im heutigen Ägypten benannt wurde, stellt den historischen Ursprung der Stadt Sinaia dar. In der 1695 gegründeten Anlage leben heute noch ca. zwanzig rumänisch-orthodoxe Mönche.
Nordwestlich der Stadt liegt das Schloss Peleş, das zwischen 1873 und 183 für König Carol I. von Rumänien erbaut wurde. Es diente bis zu Carols Tod 1914 als dessen Sommerresidenz und galt als dessen Lieblingsschloss.
Nur wenige Meter hangaufwärts von Schloss Peleş entfernt liegt das etwas kleinere Schloss Pelişor, das zwischen 1899 und 1902 für den (späteren) rumänischen König Ferdinand I. und dessen Frau Prinzessin Marie von Edinburgh erbaut wurde.

 

Wir fuhren weiter nach Rosenau und besichtigten die Reste einer Burg, die die dort angesiedelten Sachsen zur Verteidigung gegen die Türken erbaut hatten. Schon allein die Lage der Rosenauer Burg auf dem 150 Meter hohen, gegen die Gemeinde und nach drei Seiten hin steil abfallenden Kalkfelsen deutet darauf hin, dass die erste Anlage noch auf den Ritterorden zurückgeht. Allerdings war es damals eine Holzburg mit Palisaden, mit Wall und Graben - erst die Bauern errichteten die Steinmauern, nach dem Abzug der Ritter. Der älteste Teil ist wohl der weiträumige, von einfacher Steinmauer umgebene Hof, der später dem Vieh als Weideplatz diente und im äussersten Ostteil durch einen rechteckigen Torturm zugänglich war, von dem nur noch das Erdgeschoss als Ruine besteht.

Auf dem zerklüfteten Gelände standen etwa 30 Häuschen, die den Bewohnern zur Aufbewahrung der Frucht- und Fleischvorräte dienten, die noch im Revolutionsjahr 1848 ausschliesslich hier gehalten wurden, obgleich der Grossbrand von 1718, der nicht nur die Gemeinde, sondern über den bewaldeten Hang auch die Holzteile der Burg erfasste, viele davon zerstörte. Grossen Schaden richtete ferner das Erdbeben von 1802 an, doch wurde immer wieder Schadhaftes ausgebessert. Auf dem höchsten Felsplateau errichteten die Bauern um 1650 die kleine Burgkapelle, heute auch nur noch als Ruine vorhanden. Die grösste und kostspieligste Arbeit steht aber zweifellos der 1623 begonnene, ursprünglich 146 Meter tiefe Brunnenschacht dar, der nahezu 20 Jahre lang in den Felsen gehauen wurde und dessen Kosten sich auf 2000 Gulden beliefen.

 

Nachdem wir dann unser Gepäck bei der Jugendherberge Vila Bran abgestellt hatten, stand  Bowling auf dem Programm.

Einige hatten sich eine Partie Billard vorgenommen und am Abend hatten unsere rumänischen Gastgeber eine Party organisiert, die allen sehr viel Spaß machte und einen gelungenen Abschluss des Abends darstellte.

 

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Text und Gestaltung: Maike Bensberg